Radioaktivität: Japanische Lebensmittel werden zwangskontrolliert

Radioaktivität
Japanische Lebensmittel werden zwangskontrolliert

Für den Import japanischer Lebensmittel in die EU gelten künftig strengere Regeln. Lebensmittel aus 12 Präfekturen sollen zwangskontrolliert werden. Die Tests auf Radioaktivität sollen bereits in Japan erfolgen.
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BrüsselLebensmittel aus Japan dürfen nach dem Atomunglück in Fukushima nicht mehr ohne weiteres in die Europäische Union gebracht werden. Deutschland und die 26 anderen EU-Mitgliedstaaten verständigten sich am Donnerstag auf neue strenge Regeln. Sie sehen Zwangskontrollen für Lebensmittel aus zwölf Präfekturen vor. Die Tests auf Radioaktivität müssen bereits in Japan selbst erfolgen. Über das Ergebnis wird eine schriftliche Erklärung verlangt. 

In Europa soll es zudem stichprobenartig weitere Untersuchungen geben. Von Lebensmitteln aus den anderen 35 Präfekturen des Inselstaats wird ebenfalls ein Teil in den EU-Mitgliedstaaten kontrolliert. Nicht betroffen sind nur Produkte, die bereits vor dem 11. März hergestellt wurden. 

Die neuen Regeln sollen bereits an diesem Wochenende im EU-Amtsblatt veröffentlicht werden und in Kraft treten. Die EU-Kommission betonte, dass es derzeit keine Hinweise auf ein erhöhtes Risiko für Verbraucher gebe. Die verschärften Kontrollen seien eine Vorsichtsmaßnahme. Zudem werde vergleichsweise wenig Nahrung aus Japan nach Europa exportiert.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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