Rafah könnte Angelpunkt des Terrorismus sein
Sechs Palästinenser bei Razzia getötet

Bei einer Razzia israelischer Soldaten im palästinensischen Flüchtlingslager Rafah sind mindestens sechs Palästinenser getötet worden.

HB RAFAH. Mehr als 40 Menschen seien während der Schießerei verletzt worden, sagten Vertreter von Krankenhäusern. Unter den Toten sei ein achtjähriger Junge. Wie die israelische Armee mitteilte, rückten Soldaten und Panzer mit Unterstützung von Kampfhubschraubern in das an der Grenze zu Ägypten liegende Lager vor. Sie hätten nach Tunneln gesucht, durch die Waffen geschmuggelt würden. Über die Geheimgänge hätten auch Flugabwehr-Raketen ins Land gebracht werden sollen.

Ein israelischer Offizier sagte: „Rafah ist ein strategischer Ort für den Nachschub für palästinensischen Terrorismus im Gaza-Streifen und anderswo.“ Ein anderer Offizier sagte im Rundfunk, die israelische Einheit sei auf erbitterten Widerstand getroffen. Auf palästinensischer Seite seien Panzer brechende Waffen eingesetzt worden. Nach den vorliegenden Informationen, versuchten die Palästinenser jetzt auch Panzerabwehr-Raketen und Flugabwehr-Raketen ins Land zu schmuggeln. „Unser Ziel ist, das zu verhindern“, sagte der Offizier. Nabil Abu Rdainah, ein Vertrauter des Palästinenser-Präsidenten Jassir Arafat, bezeichnete den israelischen Einsatz in Rafah als „Kriegsverbrechen und humanitäre Katastrophe“.

Über das weitere politische Schicksal des palästinensischen Ministerpräsidenten Ahmed Korei gab es am Freitag keine Anhaltspunkte. Er hatte im Streit mit Präsident Jassir Arafat um die Kontrolle der Sicherheitskräfte am Donnerstag mit Rücktritt gedroht. Ein Palästinenser-Sprecher sagte in Ramallah, es liefen Vermittlungsbemühungen zwischen Korei und Arafat.

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