Rafsandschani wieder Favorit bei Präsidentschaftswahl
Iraner haben die Wahl zwischen Pragmatiker oder Hardliner

In Iran hat die Stichwahl um das Präsidentenamt begonnen. Viele Oppositions- und Reformgruppen haben zur Wahl des früheren Präsidenten Haschemi Rafsandschani aufgerufen, der gegen den als ultrakonservativen Hardliner geltenden Teheraner Bürgermeister Mahmud Ahmadi-Nedschad antritt.

HB TEHERAN. Knapp 47 Millionen Iraner sind wahlberechtigt. Rafsandschani, der bereits von 1989 bis 1997 Staatsoberhaupt war, gilt auch in der zweiten Wahlrunde als Favorit für die Nachfolge von Mohammed Chatami. Dieser darf nach zwei Amtszeiten nicht erneut kandidieren.

Politische Beobachter erwarten eine hohe Wahlbeteiligung bei dieser ersten Stichwahl in der Geschichte der Islamischen Republik. Besonders diejenigen Iraner, die die erste Runde der Wahl vor einer Woche boykottiert hatten, wollten diesmal wählen, um einen Sieg von Ahmadi-Nedschad zu verhindern.

Dem Überraschungskandidaten Ahmadi- Nedschad wird vorgeworfen, in Iran Zustände einführen zu wollen, die denen in Afghanistan unter der Taliban-Herrschaft ähneln. Die höchste Autorität in Iran hat jedoch nicht der Staatspräsident, sondern der nicht gewählte oberste Führer Ajatollah Ali Chamenei.

Im Gegensatz zum ersten Wahlgang braucht der Gewinner der Stichwahl nur eine einfache Mehrheit. Die 40 000 Wahllokale, darunter über 5400 in der Hauptstadt Teheran, sind von 9 bis 19 Uhr Ortszeit (6.30 bis 16.30 MESZ) geöffnet. Es wird davon ausgegangen, dass die Öffnungszeit der Wahllokale verlängert wird. Erste Ergebnisse werden für Samstagfrüh erwartet.

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