Rahmenabkommen unterzeichnet
Westsudan benötigt dringend Hilfe

Kurz vor dem Einbruch der Regenzeit ist Hilfe für die Bürgerkriegsregion Darfur im Westen des Sudan dringlicher denn je. Internationale Hilfsorganisationen bitten um Spenden.

HB BERLIN/DÜSSELDORF. „Die Flüchtlingskatastrophe im Sudan ist zur Zeit die größte humanitäre Katastrophe weltweit“, sagte der Generalsekretär des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), Clemens Graf von Waldburg-Zeil, am Freitag in Berlin. Das Rote Kreuz benötigt nach eigenen Angaben für die Soforthilfe knapp 50 Millionen Euro.

Der bevorstehende Einbruch der Regenzeit macht die Hilfe auch nach Ansicht des Kinderhilfswerks der Vereinten Nationen Unicef binnen kürzester Zeit notwendig. Heftige Regenfälle würden bald die provisorischen Lager in Schlammwüsten verwandeln und die Wege für Hilfstransporte unpassierbar machen. Zudem drohten Seuchen.

In Darfur sind nach DRK-Angaben mehr als 800 000 Menschen auf der Flucht. Dort fehle es an allem, zudem sei die medizinische Versorgung katastrophal, berichtete der DRK-Delegationsleiter für den Sudan, Clemens von Heimendahl. Dörfer seien verbrannt, die Infrastruktur zerstört und Menschen „regelrecht abgeschlachtet“ worden. Dem DRK zufolge starben seit Ausbruch des Konfliktes in Darfur im vorigen Jahr mehrere Tausend Menschen, mindestens 100 000 flohen ins Nachbarland Tschad.

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