Rajoy warnt vor Pleite
Spaniens Lage verfinstert sich

Auch nach dem Hilfsantrag kehrt in Spanien keine Ruhe ein. Die viertgrößte EU-Wirtschaftsmacht rutscht tiefer in die Rezession. Premier Rajoy appelliert an den EU-Gipfel, alles zu tun, um eine Staatspleite zu vermeiden.
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MadridDie Warnung von Ministerpräsident Mariano Rajoy ist verklausuliert, aber eindeutig: Sollte sich die Lage an den Finanzmärkten für Spanien nicht bessern, werde sich sein Land „nicht mehr lange finanzieren" können, sagte Rajoy am Mittwoch in Madrid. Nötig sei daher ein „klares Signal" an die Finanzmärkte, dass Spanien seinen Spar- und Reformkurs ernst nehme - und die Staatspleite verhindert werden kann.

Tatsächlich zahlt Spanien für Staatsanleihen derzeit Zinsen, die ihrer Höhe nach dauerhaft als nicht verkraftbar gelten. Am Montag hatte das Land offiziell Finanzhilfen der Eurozone für seinen angeschlagenen Bankensektor beantragt. Die Regierung nannte keine genaue Summe, hatte vor wenigen Tagen den Bedarf aber auf bis zu 62 Milliarden Euro beziffert.

Die Euroländer hatten Spanien zuvor eine Unterstützung von bis zu hundert Milliarden Euro zugesagt. Am Mittwoch wollten die Euro-Finanzminister in einer Telefonkonferenz über die Details der Hilfe beraten, bevor am Donnerstag die EU-Staats- und Regierungschefs in Brüssel zusammen kommen und über eine grundlegende Neuordnung der EU beraten.

Wirtschaftsminister Luis de Guindos erklärte, er habe am Morgen mit seinen Kollegen aus Deutschland, Italien und Frankreich am Telefon über die nächsten Schritte beraten. Ein weiteres Gespräch sei für 13.00 Uhr geplant. Auf dem EU-Gipfel werde auch über eine Direktkapitalisierung der Banken diskutiert.

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Kommentare zu " Rajoy warnt vor Pleite: Spaniens Lage verfinstert sich"

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  • @Nikos36

    Das kommt noch, lies mal hier die Kommentare Du wirst feststellen, dass es immer mehr Kommentare werden und dass der Ton immer rauer wird.

    Bei den Deutschen geht es länger als bei den Südländern, aber wenn die Deutschen explodieren, dann um so heftiger und radikaler. Wenn Du die Berichte in den Medien aufmerksam liest, wirst Du feststellen, dass auch die Berichterstattung der Medien immer Regierung kritischer wird.

    In meinem Kommentar Euro-Mafia Teil 1 und 2 habe ich das alles detailliert beschrieben, wie das Ganze ungefähr ablaufen könnte, wobei ich sehr hoffe, dass das was ich geschrieben habe, nicht eintreten wird.

    Ich wäre nicht stolz darauf, wenn ich da Recht hätte.

  • @ nikos

    FALSCHER TITEL müsste lauten EURO-MAFIA Teil 2

  • @ nikos

    EURO-MAFIA Teil1

    Die Deutschen werden auch keine ihrer alten Parteien mehr wählen. Es wird dann eine Europa feindliche Regierung regieren. Das bedeutet Europa würde endgültig auseinander fallen. Es würden keine Deutschen Gelder mehr in den Süden fließen.

    Aber nicht nur Deutschland würde kein Geld mehr an südliche Länder verleihen, andere Länder wie Holland, Finnland, Schweden, Norwegen etc. würden ebenfalls kein Geld mehr zahlen ebenso die nichteuropäischen Geldgeber, wie USA oder China.

    Das bedeutet Griechenland, Spanien und Portugal wären für 20 Jahre völlig isoliert. Es käme zu langanhaltender Massenarbeitslosigkeit, verbunden mit einer schweren Wirtschaftsdepression.

    Es würden keine Kredite mehr fließen. Die Deutschen würden in diesen Ländern auch keinen Urlaub mehr machen, weil sie a kein Geld mehr für Urlaub hätten und b weil sie wütend wären auf die Südländer, da die sie um ihre Ersparnisse betrogen haben. Das bedeutet, der Tourismus in Spanien Griechenland und Portugal wäre für viele Jahre tot und damit wäre eine der wichtigsten wirtschaftlichen Einnahmequellen für diese Länder für viele Jahre verloren.

    Alle Südländer würden für viele Jahre schweren Schaden nehmen und könnten mit der Hilfe Deutschlands und sämtlichen Nordländern nicht mehr rechnen.

    Die Wähler in diesen Ländern würden das nicht mehr zulassen. Der europäische Gedanke wäre für lange Zeit tot.

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