Rakete schlägt neben Schule ein
Israel kündigt Vergeltung für Hamas-Angriff an

Eine aus dem Gazastreifen abgefeuerte Rakete ist am Dienstagabend im Hof einer israelischen Schule eingeschlagen, der militante Flügel der Hamas-Bewegung bekannte sich dazu. Der israelische Ministerpräsident Ehud Olmert hat nach dem palästinensischen Angriff nun „beispiellose Konsequenzen“ angekündigt.

HB GAZA. Als erstes werde die Hamas die „weit reichenden Folgen“ spüren, sagte Olmert am Dienstag in einem Interview. Zuvor hatte sich der militärische Arm der extremistischen Palästinenserorganisation zu dem Angriff auf die israelische Küstenstadt bekannt. Noch nie war eine palästinensische Rakete so weit nach Israel eingedrungen.

Das Geschoss traf am Dienstag nach Angaben aus Militärkreisen im Zentrum der Stadt eine Schule, verletzte aber niemanden. Aschkelon mit seinen rund 115 000 Einwohnern liegt etwa zehn Kilometer vom Gazastreifen entfernt. Die Stadt war schon wiederholt Ziel von Raketen aus dem Gazastreifen gewesen, doch hatten diese bislang nicht das Zentrum der Stadt erreicht. Palästinensische Extremisten hatten vor kurzem erklärt, sie hätten die Reichweite ihrer selbst gebauten Kassam-Raketen erhöht.

Israel ist als Reaktion auf die Entführung eines Soldaten jüngst wieder in südliche Grenzgebiete des Gazastreifens eingerückt, den es vor neun Monaten nach fast 40-jähriger Besatzungszeit verlassen hat. Palästinensische Extremisten, die den Soldaten in ihrer Gewalt haben, fordern von Israel unter anderem die Freilassung zahlreicher Gefangener.

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