Raketen eingeschlagen
Angriff auf Präsidentenpalast in Kabul

Zwei Tage vor der Präsidentenwahl in Afghanistan haben Unbekannte den Amtssitz von Staatschef Hamid Karsai in Kabul mit Raketen beschossen. Die Nato-geführte Schutztruppe kündigte unterdessen an, während der Wahl offensive Militäraktionen auszusetzen.

HB KABUL. Bei dem Angriff sei niemand verletzt worden, hieß es am Dienstag aus Polizeikreisen. Ein Geschoss verursachte auf dem Gelände des Präsidentenpalastes im Zentrum der afghanischen Hauptstadt allerdings leichten Sachschaden. Eine zweite Rakete schlug im nahe gelegenen Hauptquartier der Polizei ein. Die Raketen seien südlich der Stadt abgefeuert worden. Die Taliban erklärten, die Islamisten hätten insgesamt vier Raketen auf Kabul abgefeuert.

Die Taliban wollen eine geordnete Wahl am Donnerstag verhindern und haben ihre Angriffe zuletzt landesweit verstärkt. Bei dem schwersten Anschlag in Kabul seit rund einem halben Jahr hatte ein Selbstmordattentäter am Samstag sieben Afghanen vor dem Hauptquartier der Internationale Schutztruppe Isaf getötet. Am Sonntag drohten die Extremisten erneut mit Anschlägen auf Wahllokale und die ausländische Truppen, um die Angst in der Bevölkerung zu schüren.

Die Internationale Schutztruppe Isaf teilte indessen mit, ihre Soldaten würden am Wahltag „offensive Operationen“ aussetzen. „An diesem Tag werden nur jene Operationen durchgeführt werden, die als notwendig erachtet werden, um die Bevölkerung zu schützen.“ Damit folge man dem Appell der afghanischen Regierung, die zu einem „Tag des Friedens“ aufgerufen hat. Die Isaf unterstützt die afghanischen Sicherheitskräfte beim Schutz der Abstimmung.

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