Raketen treffen Hotel in Pakistan
Schwere Kämpfe in Afghanistan

Bei schweren Kämpfen in Südafghanistan sind nach ersten Berichten auch Raketen auf Pakistan abgefeuert worden. Allein in einem Hotel im grenznahen Stammesgebiet von Nord-Waziristan starben zwölf Menschen. Im benachbarten Süd-Waziristan sind 20 Menschen getötet worden. Auch aus anderen Regionen werden dutzende Tote gemeldet.

HB KABUL/ISLAMBAD. Bei den eigentlichen Kämpfen in Afghanistan starben nach Nato-Angaben etwa 80 Kämpfer der radikal-islamischen Taliban. Die meisten Opfer auf Seiten der Taliban gab es in der Provinz Paktia an der Grenze zu Pakistan, wo nach Angaben der Nato bis zu 60 mutmaßliche Islamisten getötet wurden. In der Provinz Kandahar starben laut US-Militärsprechern mehr als 20 Taliban.

Die Nato geführte Schutztruppe ISAF teilte mit, es habe sich im Grenzgebiet zu Pakistan um die größte Gruppe von Kämpfern in dieser Region seit Monaten gehandelt. Sie hätten auch versucht, die Nato-Flugzeuge zu beschießen. Daraufhin habe die ISAF mit Luft- und Artillerieunterstützung die nach Pakistan fliehenden Islamisten beschossen. Viele der Kämpfer seien getötet worden. Mit der pakistanischen Armee sei der Beschuss abgesprochen worden.

In dem Hotel auf pakistanischer Seite schlugen nach einem Fernsehbericht mehrere US-Raketen ein und töteten zwölf Menschen. Die pakistanische Armee bestritt, dass die Raketen absichtlich auf das kleine Hotel im Shawal-Tal abgefeuert worden seien.

Die unzugängliche Stammesregion gilt als Rückzugsgebiet für die Taliban aus dem Nachbarland. Im vergangenen Jahr hatte die Regierung mit den Stämmen ein Abkommen geschlossen, wonach die Sicherheitskräfte dort keine Operationen durchführen; dafür versprachen die Stämme, dass sie keine ausländischen Kämpfer unterstützen. Nach Ansicht der USA hat das Abkommen die islamistischen Kämpfer nur gestärkt

Vor einigen Tagen waren bei einer Explosion, die durch von Afghanistan aus abgefeuerte Raketen ausgelöst worden sein soll, in der pakistanischen Region 34 Menschen ums Leben gekommen. Darunter sollen zahlreiche Islamisten gewesen sein.

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