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Raketenabwehr wird verstärkt: USA sorgen gegen Nordkorea vor

Mit Abwehrraketen an ihrer Westküste reagieren die USA auf die zunehmende Bedrohung durch Nordkorea. Die Truppen von Diktator Kim Jong-Un sollen am Freitag zwei Testraketen abgefeuert haben.

Diktator Kim Jong Un: Am Freitag soll Nordkorea zwei Kurzstreckenraketen getestet haben. Quelle: dpa
Diktator Kim Jong Un: Am Freitag soll Nordkorea zwei Kurzstreckenraketen getestet haben. Quelle: dpa

Washington/SeoulNach den jüngsten Angriffsdrohungen aus Nordkorea verstärken die USA ihre Raketenabwehr an der Westküste. US-Verteidigungsminister Chuck Hagel teilte am Freitag mit, dass dazu in den USA bis Ende 2017 zusätzlich 14 bodengestützte Abwehrraketen aufgestellt werden sollen. Außerdem werde nach einer Vereinbarung mit Tokio ein zweites Radarsystem in Japan stationiert.

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Wie Hagel weiter sagte, haben die USA China über diese Schritte informiert. Der Pentagonchef erwähnte in diesem Zusammenhang ausdrücklich die zugespitzte Lage im Konflikt mit Nordkorea, aber auch den Dauerkonflikt mit dem Iran um dessen Atomprogramm.

Nordkoreas Säbelrasseln in den vergangenen Jahrzehnten

  • Januar 1951:

    Auftakt eines verbalen Feldzuges: Ein halbes Jahr nach Nordkoreas Invasion des Südens bezeichnet Staatsgründer Kim Il Sung die südkoreanischen Soldaten und die US-Truppen als Invasoren. Er schwört, die Feinde des Nordens zu vernichten.

  • Januar 1952:

    Kim Il Sung bezeichnet die US-Truppen als Nazis und verspricht, der Krieg werde sie in ein Massengrab bringen.

  • Mai 1972:

    In einem Interview mit der „New York Times“ sagt Kim Il Sung, sein Land bereite sich fortwährend auf einen Krieg vor. „Diese Angelegenheit verschleiern wir nicht“, sagt er.

  • März 1993:

    Aus Protest gegen ein gemeinsames Manöver der USA und Südkoreas erklärt Nordkorea einen „halben Kriegszustand“. Der Streit über sein Atomprogramm steckt in einer Sackgasse und die Regierung in Pjöngjang droht mit einem Austritt aus dem Atomwaffensperrvertrag.

  • 1994:

    Ein nordkoreanischer Unterhändler droht, Seoul in ein „Meer aus Feuer“ zu tauchen. Aus Angst vor einem Krieg stürmen die Südkoreaner die Supermärkte und decken sich in Hamsterkäufen mit Fertignudeln, Wasser- und Gasvorräten ein.

  • September 1996:

    Nordkoreanische Agenten dringen mit einem U-Boot in südkoreanische Gewässer ein und werden gefangen oder getötet. Der Norden kündigt „hundertfache und tausendfache Vergeltung“ an.

  • Januar 2002:

    US-Präsident George W. Bush erklärt Nordkorea zusammen mit dem Iran und dem Irak zur „Achse des Bösen“. Pjöngjang reagiert, die Äußerungen seien „kurz vor einer Kriegserklärung“. Das Außenministerium zeigt Zähne und verspricht, niemals die „rücksichtslosen Versuche“ zu tolerieren, Nordkorea „mit Waffengewalt zu ersticken“.

  • Januar 2010:

    Auf einen mutmaßlichen Katastrophenplan der südkoreanischen Regierung gegen mögliche Unruhen im Norden reagiert Nordkorea mit der Drohung eines „Heiligen Kriegs der Vergeltung“.

  • Mai 2010:

    Die Fronten verhärten sich. Südkorea wirft dem Norden vor, mit einem Torpedo ein Kriegsschiff des Südens versenkt zu haben. 46 Seeleute sterben. Nordkorea reagiert gereizt und warnt vor einem „umgehenden Schlag“. Im November greifen nordkoreanische Truppen eine Insel an und töten vier Südkoreaner.

  • November 2011:

    Nordkorea will ein Manöver des Südens nicht hinnehmen und nimmt den Präsidentenpalast in Seoul verbal ins Visier. Er soll erneut in ein „Meer aus Feuer“ getaucht werden.

  • April 2012:

    Südkoreas konservativer Präsident Lee Myung Bak wird als „Ratte“ bezeichnet, die von einem „Blitz der Vergeltung“ erschlagen werden sollte.

  • Juni 2012:

    Nordkoreas Artillerie zielt angeblich auf südkoreanische Medien und will damit kritische Berichterstattung aus dem Süden eindämmen. Ein „gnadenloser Heiliger Krieg“ steht im Raum.

  • Oktober 2012:

    Die Angst vor einer Invasion aus dem Süden geht angesichts eines Raketenabkommens zwischen Washington und Seoul um. Die USA befänden sich in der Reichweite nordkoreanischer Raketen, warnt ein nicht identifizierter Sprecher des Nordens.

Bisher haben die USA 30 Abfangraketen (ground based interceptors - GBI) an der Westküste stationiert, davon 4 in Kalifornien und 26 in Alaska. Die zusätzlichen Abwehrraketen sind für Alaska vorgesehen. Die Verstärkung koste eine Milliarde Dollar (760 Millionen Euro). Hagel kündigte an, man werde zudem neue Stützpunkte für weitere Abwehrraketen auch an der Ostküste der USA prüfen.

Korea-Konflikt Machthaber schwören ihre Truppen auf Krieg ein

Südkoreas Ministerpräsident Chung Hong Won hat die eigene Truppen besucht.

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Auf der koreanischen Halbinsel bleibt die Lage weiter angespannt. Nordkorea feuerte nach der Aufkündigung des Jahrzehnte alten Waffenstillstandsabkommen mit Südkorea laut Medien zwei Testraketen mit kurzer Reichweite ab. Es habe sich vermutlich um Raketen des Typs Kn-02 gehandelt, die schätzungsweise 120 Kilometer weit fliegen können, berichtete die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap am Freitag unter Berufung auf Militärs. Die Raketen seien an der Ostküste vermutlich bei Truppenübungen abgeschossen worden. Die Tests dienten offenbar dem Ziel, die Technologie der Raketen zu verbessern.

Nordkorea testet regelmäßig Raketen mit kurzer Reichweite. Die jüngsten Tests könnten jedoch nach Meinung von Militärs auch eine Reaktion auf die laufenden südkoreanisch-amerikanischen Truppenübungen in Südkorea sein, meldete Yonhap.

Nordkorea Der Knaben-Diktator

  • Nordkorea: Der Knaben-Diktator
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  • Nordkorea: Der Knaben-Diktator
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Nordkorea hatte zuletzt verkündet, den Waffenstillstand von 1953 zur Beendigung des Korea-Kriegs sowie sämtliche Entspannungsabkommen mit Südkorea nicht mehr anzuerkennen. Pjöngjang reagierte damit auf die Ausweitung von UN-Sanktionen und auf die Militärübungen in Südkorea. Die UN hatten die Sanktionen wegen des nordkoreanischen Atomtests vom 12. Februar verhängt.

Zudem machte Nordkorea die USA und Südkorea indirekt für angebliche Cyberangriffe auf seine Computernetzwerke verantwortlich. Staatliche Internetserver seien intensiven Attacken ausgesetzt gewesen, berichtete am Freitag die offizielle nordkoreanische Nachrichtenagentur KCNA.

Chronologie: Nordkorea und seine Atombomben

  • 1989

    Ein US-Spionagesatellit macht erste Aufnahmen der nordkoreanischen Atomanlage Yongbyon.

  • 1994

    Pjöngjang legt den Atomreaktor im Rahmen eines Abkommens mit den USA still und erhält dafür Zusagen für den Bau zweier Leichtwasserreaktoren.

  • 1998

    Abschuss einer nordkoreanischen Langstreckenrakete vom Typ Taepodong-1.

  • 2002

    US-Präsident George W. Bush erklärt Nordkorea im Januar zu einem Teil der "Achse des Bösen". Im Dezember reaktiviert Pjöngjang den Atomreaktor Yongbyon und weist Inspektoren der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) aus.

  • 2003

    Nordkorea kündigt im Januar den Atomwaffensperrvertrag auf. Im August beginnen Sechs-Nationen-Gespräche zur Beendigung des nordkoreanischen Atomprogramms mit Nord- und Südkorea, China, USA, Japan und Russland.

  • 2005

    Nordkorea gibt im Februar bekannt, Atomwaffen zur Selbstverteidigung hergestellt zu haben.

  • 2006

    Nordkorea nimmt am 9. Oktober den ersten Atombomben-Test vor. Der UN-Sicherheitsrat beschließt Sanktionen.

  • 2007

    Nordkorea erklärt sich im Februar bereit, die Anlage in Yongbyon abzuschalten und Atominspektoren wieder ins Land zu lassen. Im Juli erklärt die IAEA, Yongbyon sei geschlossen.

  • 2009

    Im April startet Nordkorea eine Langstreckenrakete mit tausenden Kilometern Reichweite. Die Regierung in Pjöngjang zieht sich aus den Sechs-Parteien-Gesprächen zurück und kündigt die Wiederaufnahme des Atomprogramms an. Am 24. Mai nimmt Nordkorea einen zweiten Atombombentest vor. Am 12. Juni werden die UN-Sanktionen verschärft.

  • 2011

    Nach dem Tod des langjährigen nordkoreanischen Machthabers Kim Jong Il am 17. Dezember kommt sein jüngster Sohn Kim Jong Un an die Macht.

  • 2012

    Nach einem fehlgeschlagenen Test der Rakete Unha-3 im April gelingt ein zweiter Abschuss des Raketentyps im Dezember.

  • 2013

    Der UN-Sicherheitsrat verschärft am 22. Januar die Sanktionen erneut, zwei Tage später kündigt die Führung in Pjöngjang einen neuen Atomtest an. Am 12. Februar vollzieht Nordkorea nach eigenen Angaben "erfolgreich" einen unterirdischen Atomtest.

  • 16.03.2013, 20:22 Uhrpedrobergerac

    Die meisten haben schon erkannt, dass wir von Verbrechern regiert werden, von den Marionetten der Banken und Konzerne, hierzulande Politiker genannt. Dieses Pack lebt auf unsere Kosten wie die Made im Speck von unseren Steuern, den Schutzgeldzahlungen an die Staatsmafia. Würden nämlich wir als Staat, als wahrer Souverän das Geld aus der Luft schöpfen wie die Privatbanken, bräuchte sich "der Staat" kein Geld bei den Banken zu leihen, wäre nicht verschuldet, bräuchte keine Zinsen und wir somit keine Steuern zu bezahlen. Das ist der gemeinste Steuerbetrug aller Zeiten. Nun haben diese regierenden Verbrecher Angst davor, dass mit dem Zusammenbruch des Euros dieses ganze System zusammenbricht. Mit einem Krieg wollen sie den ZDarum geht es.usammenbruch verhindern.

  • 16.03.2013, 16:17 Uhrhoppala

    Man muß kein USA-Gegner sein, um Prozeduren, die von der letzten Bush-Administration zur conditio sine qua non erhoben wirken kritisch zu betrachten, ohne gleich als von, wie Sie schreiben, "spätpubertärem Amerikahass" befallen sein zu müssen.

    Sie schreiben mit allem Recht, dass, um Ihrem Sprachgebrauch zu folgen, "Spinner" höchstgefährlich sein können.

    Betrachtet man indes, was das bedeuten kann, wenn "Spinner" "Party" machen, erschließt sich indes vlt durchaus die Entstehungsgeschichte eines finanzpolitischen Kollapses, wie er in diesem Ausmaß vlt nur von der G.W.Bush-Administration hat angerichtet worden sein können.

    Dass man, bemerkt man sich dazu, vlt auch deswegen als "spätbubertärer Amerikahasser" verunglimpft sehen darf mag okay wirken: präzise nachgedacht indes muß so etwas jedoch nicht unbedingt wirken.

  • 16.03.2013, 11:52 Uhrkuac

    Es ist eine Rüstungsindustrie, die will verdienen; es ist eine Politikerindustrie, die will wiedergewählt werden; es ist eine Medienindustrie, die will verdienen und wir wollen uns in Foren beklagen. Alles bleibt anders, wie immer.

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