Raketenschild
Russland geht auf Obama zu

Im Streit über das US-Raketenabwehrprogramm hat Russland erneut versöhnliche Signale an den künftigen US-Präsidenten Barack Obama geschickt.

HB MOSKAU.Der Kommandeur der strategischen Raketeneinheiten, Generaloberst Nikolai Solowtsow, sagte am Freitag der Nachrichtenagentur Interfax, falls die USA auf die Stationierung der Abfangeinrichtungen in Polen und Tschechien verzichteten, werde Russland die Entwicklung einiger strategischer Waffen aufgeben. "Dann werde wir eine Reihe teurer Programme gar nicht mehr benötigen", sagte er.

Russland hat immer wieder erklärt, es fühle sich durch die US-Pläne bedroht. Die US-Regierung behauptet dagegen, das Abwehrprogramm richte sich gegen Staaten wie den Iran oder Nordkorea, nicht aber gegen die russische Abschreckung mit Atomwaffen. Unmittelbar nach dem Wahlsieg Obamas hatte Präsident Dmitri Medwedew noch damit gedroht, in der russischen Exklave Kaliningrad (Königsberg) Raketen vom Typ Iskander zu stationieren. Kaliningrad grenzt an die Nato - und EU-Staaten Polen und Litauen.

Medwedew und sein Vorgänger, Ministerpräsident Wladimir Putin, haben zudem die Entwicklung neuer strategischer Raketen angekündigt, die auch Abwehrsysteme durchbrechen können. Der Rüstungsetat stieg zuletzt um ein Drittel pro Jahr, was Russland angesichts der Finanzkrise vor zunehmende Probleme stellt. Zuletzt hatte sich Russland jedoch bereits deutlich versöhnlicher geäußert und sein Interesse an schnellen Gesprächen mit Obama unterstrichen.

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