Raketentest
Nordkorea sorgt erneut für Unruhe

Im japanischen Meer ist am Mittwoch eine Rakete gelandet. Sie kam aus Nordkorea, meldeten Südkorea und die USA übereinstimmend. Damit belastet Nordkorea das anstehende Treffen der Staatschefs von China und den USA.
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SeoulKurz vor Gesprächen der USA und Chinas über Nordkorea hat Pjöngjang trotz Verboten erneut eine ballistische Rakete getestet. Sie sei am Mittwoch nahe Sinpo an der Ostküste abgefeuert worden und etwa 60 Kilometer in Richtung offenes Meer geflogen, teilte der Generalstab des südkoreanischen Militärs mit.

Auch das US-Militär bestätigte den Start. Nach Angaben des US-Pazifikkommandos handelte es sich vermutlich um eine Mittelstreckenrakete des Typs KN-15.

Japan protestierte gegen den erneuten Raketentest des Nachbarlandes. In Südkorea kam wegen des Tests der Nationale Sicherheitsrat zusammen. Das Raketen- und Atomprogramm Nordkoreas werden in der Region als große Bedrohung gesehen.

Der Konflikt mit Nordkorea wird nach Angaben des Weißen Hauses auch ein Schwerpunkt des ersten Treffens von Präsident Donald Trump mit seinem chinesischen Kollegen Xi Jinping am Donnerstag und Freitag in den USA sein. Das Atom- und Raketenprogramm Nordkoreas sei für Trump und die US-Regierung eine Angelegenheit von hoher Dringlichkeit, man wolle gerne gemeinsam mit China daran arbeiten, hieß es. Trump hatte kürzlich in einem Interview gesagt, notfalls würden die USA das Problem Nordkorea alleine und ohne China lösen.

Nach dem erneuten Test ballistischer Raketen teilte US-Außenminister Rex Tillerson mit, die Vereinigten Staaten hätten genug über das Land gesagt. Es sei zu einem weiteren Start gekommen - mehr sei nicht zu kommentieren, hieß es in einer entsprechenden Erklärung.

Entgegen mehrerer UN-Resolutionen treibt die kommunistische Führung in Pjöngjang das Atomprogramm des Landes voran und entwickelt Raketen, die nicht nur Südkorea und Japan, sondern auch die US-Küste erreichen sollen. Nach Einschätzung von Experten bereitet das Land derzeit einen weiteren Atomtest vor, bisher hatte es fünf solcher Tests unternommen.

Nordkorea hatte Anfang März mehrere Testraketen bis in die Nähe der japanischen Küste geschossen. Ein weiterer Raketentest des Landes am 22. März war nach südkoreanischen Angaben fehlgeschlagen.

Ballistische Raketen sind in der Regel Boden-Boden-Raketen, sie können aber auch von U-Booten abgefeuert werden. Sie befördern je nach Bauart konventionelle, biologische, chemische oder sogar atomare Sprengköpfe ins Ziel.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
Agentur
ap 
Associated Press / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Raketentest: Nordkorea sorgt erneut für Unruhe"

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  • Oh ja....Oh heiliger Trump. Löse das Nordkorea Problem ohne China. Aber sage mir besser nicht, wie, denn sonst muss ich mich wieder aufregen....
    Wie wäre es denn, wenn wir analog der Bielefeld Verschwörung einfach Nordkorea für nicht existent und den Kim für eine Erfindung der Augsburger Puppenkiste erklären. Auf gehts...Social Bots!!!!

  • Rainer von Horn@ist doch der dicke Kim ein Beweis für die außerordentlich gute Ernährungslage in Korea.

  • China sollte den ersten Schritt machen und in Nordkorea einmaschieren. So oder So wird diese Diktatur in Nordkorea ihren Ende zugehen...und wie schon mal geschrieben...wer das Nordkoreanische Volk von dieser Diktatur endlich erlöst, der wird in Nordkorea für die Zukunft ein "Held" sein und an Ansehen gewinnen. Und wenn China es nicht alleine machen will...sollten Sie sich Japan und die USA mit ins Boot holen...so oder so...es wird Zeit mit diesen Unterdrücker/Diktator in Nordkorea aufzuräumen.

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