Raphael Bostic
Erster Afroamerikaner wird Chef eines US-Notenbankablegers

Der 50-jährige Ökonom Raphael Bostic ist der erste Afroamerikaner, der einen US-Notenbankableger leiten wird. Bostic wird am 5. Juni Nachfolger von Dennis Lockhart, der Ende Februar abgetreten war.
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WashingtonIn den USA wird erstmals ein Regionalableger der Notenbank (Fed) von einem Afroamerikaner geleitet. Der 50-jährige Ökonom Raphael Bostic wurde am Montag von der Fed in Atlanta zum neuen Präsidenten ernannt. Der Professor von der University of Southern California (USC) wird am 5. Juni Nachfolger von Dennis Lockhart, der Ende Februar abgetreten war. Zuletzt waren Rufe lauter geworden, dass sich die ethnische Vielfalt der USA stärker in der Führungsebene der US-Notenbank widerspiegeln sollte. Bislang hat von den zwölf regionalen Notenbankablegern nur die Fed von Minneapolis mit Neel Kashkari einen Präsidenten, der nicht weiß ist.

Bostics Forschungsschwerpunkt waren soziale Themen. So beschäftigte er sich mit der Frage, welche Rolle die Rassenzugehörigkeit bei der Kreditvergabe spielt und welchen Erfolg Antidiskriminierungsgesetze haben. Außerdem engagierte sich der Stadtentwicklungsexperte gegen Benachteiligungen aufgrund sexueller Orientierung. Von 1995 bis 2001 arbeitete Bostic als Volkswirt für das Fed-Direktorium in Washington.

Die Atlanta-Fed ist dieses Jahr mit einem Sitz in dem für die Zinspolitik zuständigen Offenmarktausschuss der Fed vertreten. Sie kann dabei über die Zinspolitik mitberaten, hat aber kein Stimmrecht. Die Fed entscheidet am Mittwoch wieder über den Schlüsselsatz zur Versorgung der Banken mit Geld. Experten erwarten eine Anhebung um 0,25 Prozentpunkte auf 0,75 bis 1,0 Prozent.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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