Rassismus in den USA
Obama kritisiert Diskriminierung in Ferguson

Ferguson steht mal wieder in der Kritik: US-Präsident Barack Obama prangert die Schikane von Schwarzen in dem Städtchen an. Vor einem historischen Feiertag gewinnt das Thema erneut an Brisanz.
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FergusonNach Justizminister Eric Holder hat auch US-Präsident Barack Obama schwere Missstände in Ferguson im Umgang mit Afro-Amerikanern angeprangert. Polizisten seien in der Stadt in unverhältnismäßiger Weise gegen Schwarze vorgegangen, sagte Obama am Freitag laut Mitteilung des Weißen Hauses bei einer Veranstaltung in Columbia im Bundesstaat South Carolina. Schwarze seien etwa besonders häufig mit Geldstrafen belegt worden.

Obama bezog sich bei seinen Äußerungen auf einen Bericht des Justizministeriums, der Diskriminierungen in Ferguson brandmarkt. Holder hatte ihn Mitte der Woche präsentiert. In Ferguson im Staat Missouri war im Sommer 2014 der unbewaffnete schwarze Jugendliche Michael Brown von einem weißen Polizisten erschossen worden. Der Tod hatte schwere Proteste ausgelöst.

Obama nimmt am Samstag an einer Gedenkfeier anlässlich des 50. Jahrestages des „Blutigen Sonntags“ in der Stadt Selma im Staat Alabama teil. Dort war die Polizei am 7. März 1965 bei einem Protestmarsch gegen die Diskriminierung der schwarzen Bevölkerung gewaltsam gegen die Demonstranten vorgegangen. Polizisten drängten sie an der Stadtgrenze mit Tränengas und Schlagstöcken zurück. Dutzende wurden verletzt. Fernsehbilder des brutalen Einsatzes schockierten die Nation.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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