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Ratingagentur: Spanische Banken und Regionen verlieren Bonität

Die Ratingagentur Moody's hat nun auch die Noten für spanische Regionen und Banken gesenkt. Die Anleihen einer Regionalregierung liegen damit auf Ramschniveau. Großbanken waren weniger stark betroffen.

In Spanien hat Moody's erneut den Daumen gesenkt. Quelle: Reuters
In Spanien hat Moody's erneut den Daumen gesenkt. Quelle: Reuters

MadridEinen Tag nach der Herabstufung der Kreditwürdigkeit Spaniens hat Moody's auch die Bewertung für zahlreiche spanische Regionen und Banken gesenkt. Die US-Ratingagentur stufte in der Nacht zum Donnerstag die Bonität von 10 der insgesamt 17 Regionen des Landes herab. Die spanischen Regionen entsprechen in etwa den Bundesländern in Deutschland. Auch die Bewertung der Großbanken Santander, BBVA und CaixaBank wurde nach unten korrigiert.

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Besonders hart traf es Kastilien-La Mancha, die Heimatregion des Romanhelden Don Quijote. Moody's senkte die Kreditwürdigkeit der Region im Zentrum des Landes um fünf Stufen auf die Note „Ba2“ . Die Anleihen der Regionalregierung erhielten damit Ramsch-Status. Die wirtschaftsstarken Mittelmeer-Regionen Katalonien und Valencia wurden auf „Baa2“ herabgesetzt und liegen damit nur zwei Stufen oberhalb des Ramsch-Niveaus.

Die spanischen Großbanken kamen glimpflicher davon. Moody's stufte die Kreditwürdigkeit der Geldinstitute Santander, BBVA und CaixaBank um eine Stufe auf die Note „Aa3“ zurück. Damit rangieren die Banken eine Note besser als der spanische Staat, dessen Bonität die Agentur am Vortag um zwei Stufen von „Aa2“ auf „A1“ gesenkt hatte. Dies bedeutet, dass Moody's die Anleihen der Großbanken für sicherer hält als staatliche Anleihen. Je schlechter die Kreditwürdigkeit ist, desto höhere Zinsen müssen für die Aufnahme neuer Schulden gezahlt werden.

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