Ratingagentur S&P
Großbritannien würde bei Brexit Spitzenrating verlieren

2017 will Großbritanniens Premier Cameron das Referendum zum EU-Verbleib abhalten. Sollten die Briten für einen Austritt stimmen, könnte sich das laut der Ratingagentur S&P auf die Kreditwürdigkeit des Landes auswirken.

LondonGroßbritannien müsste im Falle eines Austritts aus der Europäischen Union (EU) der Ratingagentur S&P zufolge wohl eine Rückstufung seiner Kreditwürdigkeit hinnehmen. Sollten sich die Briten für den Austritt ("Brexit") entscheiden, würde dies wohl zu einer Herabstufung um eine Stufe führen, sagte Moritz Kraemer, S&P-Chef-Stratege für die Länder-Ratings, am Donnerstag der Nachrichtenagentur Reuters. Sollten sich dann die Beziehungen zur EU deutlich verschlechtern, könne es um eine weitere Stufe bergab gehen. Gleiches gelte für den Fall, dass der Austritt eine Abspaltung Schottlands nach sich zöge.

Die Briten sollen Ende 2017 darüber abstimmen, ob sie in der EU bleiben wollen oder nicht. Zuletzt war die Zahl der Befürworter eines Austritts einer Umfrage zufolge auf 37 Prozent hochgeschnellt, den höchsten Wert seit 2012. Dazu hatte auch die steigende Zahl von Flüchtlingen beigetragen, die derzeit nach Europa strömen.

Standard & Poor's führt Großbritannien seit 1978 mit dem Spitzen-Rating "AAA". Im Juni hatte die Agentur den Ausblick für das Rating aber auf "negativ" gesetzt und dies mit den Risiken eines "Brexit" begründet.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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