Ratingagentur
S&P weicht bei Griechenland aus

Die Ratingagentur Standard & Poor's wird jede Form der Umschuldung in Griechenland als Zahlungsausfall werten. Ein S&P-Experte äußert sich zu diversen Szenarien.
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WienDie Ratingagentur Standard & Poor's (S&P) hält sich bedeckt zu den Auswirkungen einer Beteiligung privater Gläubiger an neuen Hilfen für Griechenland. Es sei zu früh, um die Folgen eines solchen Schritts für die Bonitätsbewertung einzuschätzen, sagte S&P-Experte Moritz Krämer am Montag dem österreichischen Fernsehen.

Noch fehlten die nötigen Informationen. „Wir haben ganz einfach die Details nicht“, sagte Krämer. Derzeit laufen europaweit Verhandlungen über eine freiwilliges Engagement der Finanzwirtschaft bei einem neuen Rettungspaket für Griechenland. Krämer wurde gefragt, ob er sich eine Lösung vorstellen könne, die nicht zu einer Herabstufung des Ratings führen würde. „Es ist vorstellbar abhängig von der Situation“, antwortete der Experte: „Daher sage ich, dass es überhaupt nicht möglich ist, dazu eine endgültige Schlussfolgerung zu ziehen in der derzeitigen Situation.“

S&P hat bereits deutlich gemacht, dass jede Art der Umschuldung als Zahlungsausfall gewertet würde. Bei einem solchen Schritt befürchten viele Fachleute und Politiker unkontrollierbare Reaktionen an den Finanzmärkten.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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