Rau in Island
EU-Osterweiterung keine Abkehr vom Westen

Bundespräsident Johannes Rau hat am Dienstag zum Auftakt seines Staatsbesuches in Island die Anstrengungen Berlins um enge Beziehungen zum westlichen Winkel Europas herausgestellt.

dpa REJKJAVIK. Nach einem Gespräch mit seinem isländischen Gastgeber und Kollegen Ólafur Ragnar Grimsson sagte Rau vor Journalisten, er habe bewusst nach seinen Visiten in Portugal und Spanien auch die Einladung auf die Nordatlantik-Insel angenommen. Rau meinte weiter: „Die Osterweiterung der EU ist für uns keine Abkehr vom Westen Europas.“

Grimsson hatte Rau zuletzt Anfang Mai in Berlin besucht. Der Präsident der Inselrepublik mit 290 000 Einwohnern sagte, die wichtige Rolle Deutschlands bei der EU-Osterweiterung sei in seinem Land stets auf große Anerkennung gestoßen. Island selbst gehört der EU nicht an, weil dies als nachteilig für die eigene Fischerei angesehen wird, die zwei Drittel der Exporteinnahmen ausmacht.

Bei dem dreitägigen Besuch des Bundespräsidenten mit seiner Frau Christina Rau stehen neben Begegnungen mit dem konservativen Ministerpräsident Davíd Oddsson auch Exkursionen zu den landschaftlichen Besonderheiten der vulkanischen Insel auf dem Programm. So will das Präsidentenpaar am Mittwoch in Haukadalur einen Geysir in Augenschein nehmen und den „Golden Wasserfall“ von Gullfoss besichtigen. Am Donnerstag steht die Weiterreise nach Dublin mit einem zweitägigen Staatsbesuch in Irland an.

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