Raumfahrt
Iran schießt eigenen Satelliten ins All

Der Iran hat erstmals einen im eigenen Land gebauten Satelliten ins All geschossen. Er wurde an Bord einer Trägerrakete vom Typ Safir-2 in die Erdumlaufbahn gebracht. Der Start erfolgte demnach auf Anordnung von Präsident Mahmud Ahmadinedschad gestern Abend an einem nicht genannten Ort.

HB TEHERAN. "Omid", zu deutsch "Hoffnung", soll die Erde binnen 24 Stunden 15-mal umkreisen und Daten an das Teheraner Raumfahrtzentrum übermitteln. Das staatliche Fernsehen zeigte Bilder des Starts in der Dunkelheit. Eine unabhängige Bestätigung für die Berichte gab es zunächst aber nicht.

Internationale Beobachter betrachten das ehrgeizige Raumfahrtprogramm des Irans mit Sorge, denn die Raketen, mit denen Satelliten ins All geschickt werden, können auch mit Sprengköpfen bestückt werden. Wegen seines umstrittenen Atomprogramms steht Teheran ohnehin bereits international in der Kritik. Die Safir-2-Rakete wurde erstmals im August getestet und hat eine Reichweite von 250 Kilometern.

Teheran hatte 2005 an Bord einer russischen Rakete und in Zusammenarbeit mit Moskau seinen ersten kommerziellen Satelliten ins All geschossen. Im gleichen Jahr stellte die Regierung nach eigenen Angaben 500 Millionen Dollar (390 Millionen Euro) für Raumfahrtprojekte bis 2010 bereit. Die Arbeiten am 27 Kilogramm schweren Satelliten "Omid" begannen demnach 2006.

Der Iran hat erklärt, eigene Satelliten für die Beobachtung von Naturkatastrophen und die Verbesserung seines Telekommunikationsnetzes nutzen zu wollen. Außerdem verweist die Regierung auf Satelliten der USA zu Beobachtungen in Afghanistan und im Irak und betont, sie müsse zur eigenen Sicherheit über ähnliche Möglichkeiten verfügen. Bis 2010 sollen drei weitere Satelliten ins All geschossen werden.

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