Rauschgifthandel: Serbische Regierung unter Mafia-Verdacht

Rauschgifthandel
Serbische Regierung unter Mafia-Verdacht

Rauschgift ist ein lukratives Geschäft. Eine Milliarde Euro soll die Saric-Bande im Jahr eingenommen haben. Hatte sie Komplizen im Staatsapparat? Eine Vielzahl von Gerüchten belasten Serbiens Regierung.
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BelgradDie Kontakte von Spitzenpolitikern und führenden Polizeibeamten mit dem berüchtigten serbisch-montenegrinischen Mafiaboss Darko Saric erschüttern die serbische Regierung. Wegen Streits in der Koalition um diese Kontakte sei die turnusmäßige Kabinettssitzung in dieser Woche ausgefallen, berichteten die Zeitungen am Samstag übereinstimmend in Belgrad.

Die Zeitung „Informer“ berichtete über „die schockierende Entdeckung der Polizei“, dass auch der heutige Regierungschef Ivica Dacic einst als Innenminister Kontakte zu einem führenden Mitglied dieser einflussreichsten Drogenbande auf dem Balkan gepflegt habe. Dacic habe bei diesen Treffen Ende 2008 nicht gewusst, dass seine Gesprächspartner Top-Mitglieder der Organisierten Kriminalität seien, zitierte das Blatt Mitarbeiter des Regierungschefs.

Die Saric-Bande war im Oktober 2009 bei dem Versuch aufgeflogen, 2,7 Tonnen Kokain aus Südamerika nach Europa zu schmuggeln. Nach früheren Angaben des Justizministeriums erlöste die kriminelle Organisation jährlich eine Milliarde Euro.

„Die Kontakte von Saric beuteln die Regierung“, titelte die angesehene Zeitung „Politika“. Die Spitzenpolitiker Serbiens und Montenegros hatten sich wiederholt gegenseitig beschuldigt, mit dem 43-jährigen Saric gemeinsame Sache zu machen.

Vor wenigen Tagen hatte auch der frühere Geheimdienstkoordinator Miodrag Rakic Kontakte von Saric zu höchsten staatlichen Stellen in Serbien bestätigt. Die Zeitungen hatten nach Einsicht in Polizeidokumente berichtet, mindestens ein serbischer Minister und die beiden höchsten Polizeibeamten hätten zwischen 2008 und 2010 regelmäßig mit der Saric-Bande verkehrt. Für diese Treffen gebe es Audio- und Videobeweise.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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  • die Serben, die hängen alle so an ihrem tollen Land.leben zwar alle im ausland,speziell Österreich und Schweiz, aber was solls.die Mädchen immer locker aufreizend aber so eingebildet wenn man kein yugo spricht, die Typen mit ihrer typischen Mafia-Zuhälterfrisur.Und alle hauen, sobald Urlaub-Ferien sind ,ab nach Serbien.Was man dort will in einem Land was ich noch nicht mal als 3te Welt land bezeichnen würde.Dort kann man mit Geld ALLES kaufen,schon selbst miterlebt.zum eine Woche die Sau rauslassen ist Serbien ganz gut speziell Novi Sad

  • Serbische Regierung unter Mafia-Verdacht: Na dann nix wie rein in die EU *lol* Passt ja zum Rest dann...

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