Ray LaHood
Republikaner soll US-Verkehrsminister werden

Nach Informationen aus Kreisen der Demokratischen Partei will der künftige US-Präsident Barack Obama den republikanischen Kongressabgeordneten Ray LaHood zum Verkehrsminister berufen. In Alaska sorgen derweil rassistische E-Mails auf Behörden-Computern für Aufsehen.

HB CHICAGO. Der künftige US-Präsident Barack Obama will den republikanischen Kongressabgeordneten Ray LaHood zum Verkehrsminister berufen. Das verlautete am Mittwoch aus Kreisen der Demokratischen Partei. Der 63-jährige LaHood wäre nach Verteidigungsminister Robert Gates, den Obama aus dem Kabinett von George W. Bush übernehmen will, der zweite Republikaner in seiner Regierungsmannschaft. Neue Leiterin der Börsenaufsicht SEC soll die Finanzexpertin Mary Schapiro werden.

Obama hatte noch für Donnerstag eine Pressekonferenz zusammen mit Schapiro geplant, die derzeit die Regulierungsorganisation FINRA leitet und zuvor der SEC sechs Jahre lang angehörte. Die Börsenaufsicht ist in der Finanzmarktkrise in Kritik geraten: Ihr wurde vorgeworfen, nicht rechtzeitig auf krisenhafte Entwicklungen an der Wall Street reagiert zu haben.

Die Behörden in Alaska ermitteln unterdessen wegen rassistischer Schmähungen, die auf E-Mail-Konten des Staates gegen Obama verbreitet wurden. Die Nachrichtenagentur AP erhielt Kenntnis von fünf derartigen E-Mails und informierte die Behörden, die nach eigenen Angaben bis dahin nichts davon wussten. Eine Regierungssprecherin sprach am Mittwoch von einem peinlichen Vorfall. Gouverneurin Sarah Palin, die Vizekandidatin von Obamas republikanischem Gegner John McCain, sei alarmiert worden.

Ein Sprecher Palins erklärte, offenbar handele es sich um einige wenige Mitarbeiter, die die Mails weitergeleitet hätten. Nach ersten Erkenntnissen wurden die Witze von außen geschickt und dann von Beamten weiterverbreitet.

Bei der feierlichen Vereidigung Obamas am 20. Januar werden mehr als 11 000 Soldaten und 8 000 Polizisten für Sicherheit sorgen oder zeremonielle Aufgaben übernehmen. Es gebe keine spezifische Drohung, aber es handele sich um ein historisches Ereignis, für das alle denkbaren Vorkehrungen getroffen werden müssten, erklärte der zuständige General Gene Renuart am Mittwoch vor Journalisten. Verstärkt wird das Sicherheitsaufgebot von einer nicht bekannten Zahl von Mitarbeitern der US-Geheimdienste.

Ein Kontingent der Soldaten wird sich den Angaben zufolge in Bereitschaft für den Fall eines Angriffs mit Chemiewaffen halten. Die Planer gingen von der Annahme aus, dass Terroristen oder andere versuchen könnten, die Amtseinführung Obamas zu stören, sagte der General weiter. Zu Obamas Vereidigung werden rund vier Mio. Besucher erwartet. Vorgesehen ist unter anderem ein Auftritt von Soul-Königin Aretha Franklin.

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