Razzia in Brüssel
Belgische Polizei nimmt zwölf Terrorverdächtige fest

Bei einer Razzia in Belgien sind zwölf Terrorverdächtige festgenommen worden. Einem Medienbericht zufolge planten sie, in Brüssel während eines Fußball-Länderspiels einen Anschlag zu verüben.

BrüsselDie belgische Polizei hat zwölf Personen festgenommen, die im Verdacht stehen terroristische Anschläge geplant zu haben. Das teilte die Bundesanwaltschaft am Samstag mit. Demnach gab es in der Nacht landesweite Razzien, bei denen etwa 40 Wohnungen durchsucht und 40 Personen befragt wurden. Ein Ermittlungsrichter sollte im Laufe des Tages entscheiden, ob die zwölf Festgenommenen in Haft bleiben.

Dem TV-Sender VTM zufolge stehen sie im Verdacht, für dieses Wochenende einen Anschlag in Brüssel geplant zu haben, und zwar während eines Fußballspiels der belgischen Nationalmannschaft bei der Europameisterschaft in Frankreich. Das Team sollte am Samstagnachmittag 15 Uhr in Bordeaux gegen die Auswahl Irlands antreten.

Die belgische Polizei hatte vergangene Woche Sicherheitskreisen zufolge eine Warnung erhalten, dass sich Kämpfer der Extremistenmiliz IS auf den Weg nach Europa gemacht und Anschläge in Belgien und Frankreich geplant hätten.

Eine Verbindung zu den Anschlägen vom 22. März in Brüssel mit 32 Toten stellte die Staatsanwaltschaft nicht her. Am Freitagabend war bei dieser andauernden Fahndung ein achter Verdächtiger, ein Belgier namens Youssef E.A., verhaftet worden. Ihm wurden Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung, „terroristische Morde und versuchte terroristische Morde“ vorgeworfen, wie es hieß.

Belgische Medien berichteten, Ministerpräsident Charles Michel und drei seiner Minister stünden aufgrund von nicht näher bezeichneten Drohungen unter erhöhtem Personenschutz. Für diese Berichte gab es zunächst keine Bestätigung.

Seit den Anschlägen von Brüssel gilt in Belgien die zweithöchste Alarmstufe. Für zusätzliche Anspannung hat die Fußballeuropameisterschaft im benachbarten Frankreich gesorgt, wo am Samstag das Spiel der belgischen Nationalmannschaft gegen Irland auf dem Turnierplan stand.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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ap 
Associated Press / Nachrichtenagentur
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