Reaktion auf Ankündigung des Kremls
Rebellen setzen Kopfprämie auf Putin aus

Tschetschenische Rebellen bezeichnen Wladimir Putin als einen Kriegsverbrecher. Jetzt haben sie ein millionenschweres Kopfgeld auf die Ergreifung des russichen Präsidenten ausgesetzt.

HB MOSKAU. Tschetschenische Rebellen haben am Donnerstag ein Kopfgeld von 20 Mill. Dollar auf die Ergreifung des russischen Präsidenten Wladimir Putin ausgesetzt. Sie reagierten damit auf von Russland in Aussicht gestellte Kopfprämien für die Rebellenführer Aslan Maschadow und Schamil Bassajew.

„Wir bieten Ländern, Organisationen oder Einzelpersonen, die der Republik Tschetschenien aktiv dabei helfen, den Kriegsverbrecher Wladimir Wladimirowitsch Putin zu ergreifen, eine Belohnung von 20 Mill. Dollar“, hieß es in einer auf einer Internetseite der Rebellen veröffentlichten Mitteilung. Unterzeichnet war diese vom „Zentrum für Terrorismus-Bekämpfung der Republik Tschetschenien“, das zur von Russland nicht anerkannten Regierung Maschadows gehört.

Die Rebellen warfen Putin darin vor, einen Krieg gegen Tschetschenien zu führen. Sie machen ihn auch für die Geiselnahme in einer Schule in Beslan verantwortlich, bei der vergangene Woche rund 330 Menschen starben. Maschadow, der als einer der moderateren tschetschenischen Separatisten gilt, hatte eine Verantwortung für die Geiselnahme von sich gewiesen. Bassajew hat bislang keine Stellung dazu bezogen.

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