Reaktion auf Dalai-Lama-Besuch
China lässt Außenminister-Frühstück platzen

Wegen des Treffens von Kanzlerin Angela Merkel mit dem Dalai Lama hat Peking nun auch das traditionelle Frühstück seines Außenministers mit seinem deutschen Kollegen am Rande der Uno-Vollversammlung abgesagt. Offizille Begründung: Keine Zeit.

HB BERLIN. Man nehme den Vorgang zur Kenntnis, sagte ein Sprecher des Auswärtigen Amtes am Montag in Berlin. Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) wollte seinen Kollegen Yang Jiechi am Mittwoch treffen. Als Begründung seien „terminliche Gründe“ genannt worden, hieß es

Nach dem von heftigen Protesten Pekings begleiteten Treffen von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mit dem Dalai Lama unterstrich die Bundesregierung ihr Interesse an guten Beziehungen zu China. Merkels außenpolitischer Berater Christoph Heusgen rief am Montag den chinesischen Botschafter in Berlin, Ma Canrong, an. Nach Angaben von Vize-Regierungssprecher Thomas Steg informierte er den Diplomaten über den Verlauf des Gesprächs Merkels mit dem Dalai Lama.

Solche Treffen seien aus deutscher Sicht eine „Selbstverständlichkeit“, habe Heusgen erklärt. Dies ändere aber nichts an der deutschen „Ein-China-Politik“. Peking hatte am Wochenende einen in München geplanten zweitägigen deutsch-chinesischen „Rechtsstaatsdialog“ unter Hinweis auf „technische Gründe“ kurzfristig abgesagt. Das chinesische Außenministerium hatte gefordert, dem Dalai Lama - geistliches Oberhaupt des von China besetzten Tibet - die Einreise nach Deutschland zu verwehren.

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