Reaktion auf Sanktionen
Iran verbietet Gold-Exporte

Die Sanktionen setzen den Iran immer stärker unter Druck. Das Land hat inzwischen Gold-Exporte ohne Genehmigung verboten. Auch bei den Flüssiggasausfuhren zeichnen sich negative Auswirkungen ab.

London/DubaiDer wirtschaftliche Druck auf den Iran infolge des Atomstreits wird durch die Sanktionen westlicher Staaten immer stärker. Gold dürfe ab sofort nicht mehr ohne Genehmigung exportiert werden, berichtete die iranische Nachrichtenagentur Mehr am Mittwoch. Die gegenwärtigen wirtschaftlichen Umstände machten es nötig, dass Ausfuhren des Edelmetalls von der Zentralbank genehmigt werden müssten, zitierte Mehr den leitenden Mitarbeiter des iranischen Zolls, Mohammed Resa Naderi.

Zudem zeichnete sich ab, dass das Import- und Handelsverbot der Europäischen Union (EU) für iranisches Erdgas weitere Einnahmequellen des Landes austrocknen werden.

Der Iran steht im Verdacht, unter dem Deckmantel eines zivilen Atomprogramms Nuklearwaffen zu entwickeln. Die islamische Republik bestreitet das, lässt aber internationale Kontrollen seiner Atomanlagen nicht zu. Westliche Staaten haben daraufhin eine Reihe von Einschränkungen im Handel mit dem Iran erlassen, die zunehmend die Wirtschaft und den Wohlstand im Land treffen.

Mit dem Exportverbot für Gold will die Zentralbank offenbar verhindern, dass Iraner ihr Vermögen in Form des Edelmetalls ins Ausland in Sicherheit bringen, nachdem der Zugang zu harten Devisen wie Dollar und Euro beschränkt wurde. Die iranische Währung Rial hat zwei Drittel ihres Wertes gegenüber dem Dollar in den vergangenen 15 Monaten verloren.

Negative Auswirkungen auf die Lage des Landes zeichnen sich auch durch die Sanktionen auf Erdgas ab. Quellen in der Branche berichteten, dass auch die Ausfuhren von Flüssiggas betroffen seien. Grund ist demnach, dass beide Gase nicht hundertprozentig zu trennen sind und Unsicherheiten herrschen, was genau unter den Bann der EU fällt. Hauptabnehmer des Flüssiggases waren bislang der norwegische Konzern Statoil und Südkorea.

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Iran verbietet Gold-Exporte

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Streit um Atomprogramm geht weiter

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