Reaktion auf Sanktionen

Russland sucht engere Kontakte zu China

Russland zieht seinen Truppen aus der Grenzregion zur Ukraine ab, doch der Westen hält an den Sanktionen gegen Moskau fest. Die Reaktion lässt nicht lang auf sich warten: Im Kreml will man nun enger mit China kooperieren.
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Der russische Premierminister Dmitri Medwedew (r.) mit Chinas Premier Li Keqiang: „Ich halte es für wichtig, dass wir trotz der schwierigen Situation, offen für neue Möglichkeiten sind“, sagte Medwedew. Quelle: dpa

Der russische Premierminister Dmitri Medwedew (r.) mit Chinas Premier Li Keqiang: „Ich halte es für wichtig, dass wir trotz der schwierigen Situation, offen für neue Möglichkeiten sind“, sagte Medwedew.

(Foto: dpa)

MoskauRussland will angesichts der westlichen Sanktionen enger mit China zusammenarbeiten. Während eines Besuchs des chinesischen Ministerpräsidenten Li Keqiang unterzeichneten beide Seiten dazu am Montag in Moskau zahlreiche Finanz-, Handels- und Energie-Abkommen. Unter anderem sollen die von den Strafmaßnahmen im Zuge des Ukraine-Konflikts betroffenen Banken Kreditlinien aus China erhalten. Profitieren sollen davon das zweitgrößte russische Institut VTB, die staatliche Entwicklungsbank VEB und die Agrar-Bank Rosselkhozbank. Der Mobilfunkanbieter Megafon vereinbarte mit der chinesischen Entwicklungsbank einen Finanzierungsdeal von umgerechnet 500 Millionen Dollar. Einige russische Unternehmen sind durch die Sanktionen vom westlichen Kapitalmarkt abgeschnitten.

„Ich halte es für wichtig, dass wir trotz der schwierigen Situation, offen für neue Möglichkeiten sind“, sagte der russische Ministerpräsident Dmitri Medwedew bei der Unterzeichnung der Abkommen. Auch die russischen Öl- und Gas-Lieferungen nach China sollen forciert werden - wie schon bei einem China-Besuch des russischen Präsidenten Wladimir Putin im Mai vereinbart. Beide Seiten besiegelten nun die 400 Milliarden Dollar schweren Pläne für eine östliche Pipeline-Route, die die Vorkommen in Sibirien mit den energiehungrigen Küstenregionen Chinas verbinden soll.

Medwedew äußerte sich zudem zuversichtlich, im nächsten Jahr auch eine Einigung mit China für Gaslieferungen über eine westliche Route zu erreichen. Wegen der Spannungen mit der EU und den USA in der Ukraine-Krise verstärkt Russland seine Bemühungen, die Abhängigkeit vom westlichen Markt zu verringern und die Wirtschaftsbeziehungen mit Asien auszubauen.

  • rtr
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5 Kommentare zu "Reaktion auf Sanktionen: Russland sucht engere Kontakte zu China"

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  • Worum wurde Ukrainische Verfassung verletzt? Wer entscheidet das? Maidan? Ist das Demokratie? Wenn ja, dann hat der Westen versagt das den Russen plausibel beizubringen. Viele Menschenleben bliebe erspart.

  • Da gibts nur eins, Weg mit dieser Deutschlandfeindlichen US-Kanzlerin !

  • Gorbaschow prägte den Satz: "Wer zuspät kommt, den bestraft das Leben."

    Wendet sich Russland tatsächlich vom Westen ab? Was bleibt denn dann noch vom Westen? Etwa nur noch Freunde, die den Deutschen zuhören?

  • Dass war doch voraus zu sehen, nachdem Merkel sich zu diesen Sanktionen von Obama hat erpressen lassen

  • >> Russland zieht seinen Truppen aus der Grenzregion zur Ukraine ab <<

    Russland kann innerhalb seines Landes mit seinen Truppen machen, was es für richtig hält. Das ist eine reine russische Angelegenheit.

    Russland ist ein flächenmäßig sehr großer Staat, beansprucht ein SECHSTEL der Erdoberfläche.

    Entsprechend viele Rohstoffe lagern INNERHALB Russlands : schätzungsweise 30 % aller Weltvorkommen.

    Ohne Rohstoffe kann man weder etwas produzieren, noch entsprechend etwas veredeln und verkaufen.

    Europa stoßt Russland ab : und entsprechend verringert es seine Chancen, in Zukunft notwendige Rohstoffe zu erhalten.

    Die Chinesen profitieren zwangsläufig davon ....

    Konfuzius ist viel weiser, als dämliche Politoligarchen der EUtopia !

    Wenn sich jemand selbst ins Knie schießt, braucht er anschließend nicht zu jammern, dass er Schmerzen hat !

    So einfach ist es auf dieser Welt !

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