Reaktion auf US-Angriff
Syrien geht gegen US-Einrichtungen vor

Syrien schließt als Reaktion auf einen umstrittenen US-Hubschraubereinsatz mehrere amerikanische Einrichtungen in Damaskus. Betroffen sind eine Schule und ein Kulturzentrum, wie die amtliche Nachrichtenagentur SANA am Dienstag berichtete.

HB BAGDAD/WASHINGTON. Das Kabinett von Ministerpräsident Nadschi Otari habe eine entsprechende Entscheidung getroffen und den Bildungsminister mit der Umsetzung beauftragt. Damaskus hat mit Empörung auf den US-Angriff vom Sonntag reagiert, bei dem nach syrischen Angaben acht Menschen getötet wurden.

Zuvor hatte bereits der Irak den amerikanischen Einsatz verurteilt. Die irakische Regierung lehne solche Aktionen ab, auch wenn die USA diese für rechtmäßig erklärten, sagte Regierungssprecher Ali al Dabbagh in Bagdad. Der Irak wolle auch nicht, dass sein Territorium für Angriffe in Nachbarstaaten genutzt werde. Es war die erste offizielle irakische Reaktion auf den Einsatz.

Ein Mitglied der US-Terrorabwehr sagte, bei dem Angriff sei ein ranghohes Al-Kaida-Mitglied getötet worden, das vermutlich einen Anschlag im Irak geplant habe. Ziel des Angriffs sei das Haus von Abu Ghadjah gewesen, der ausländische Kämpfer, Waffen und Geld in den Irak geschmuggelt habe. Ghadjahs Gruppierung sei die wichtigste Zelle ausländischer Kämpfer gewesen, die den Irak seit der US-Invasion von 2003 mit Anschlägen überzogen hätten, sagte der Mitarbeiter der Terrorabwehr, der namentlich nicht genannt werden wollte.

Die US-Regierung hat bislang jeden offiziellen Kommentar zu der Kommandoaktion abgelehnt.

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