Reaktionen auf TV-Debatte
„Hatte Obama ein Double geschickt?“

Das Echo auf das erste TV-Duell ist für Barack Obama verheerend. Niemand begreift, wieso der US-Präsident im Duell mit Mitt Romney so passiv war. Der Herausforderer versucht das Momentum zu nutzen – Parteifreunde warnen.
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New YorkDer prominente Fernsehmoderator Chris Matthews ist ein verlässlicher Verbündeter Barack Obamas und der demokratischen Partei. Jeden Abend nimmt er in seiner Show „Hardball“ auf MSNBC genüsslich die Fehltritte des Herausforderers Mitt Romney auseinander und schimpft auf alles, was Republikaner so denken und von sich geben.

Am Mittwochabend, nach dem ersten TV-Duell der Kandidaten, bekam Matthews live im Studio einen Wutanfall. Doch das Ziel war nicht Romney, es war Obama. „Ich weiß nicht, was er da draußen gemacht hat“, redete sich der Fernsehmann in Rage. Den Kopf habe der Präsident nach unten gehalten und die Debatte eher ausgehalten anstatt zu kämpfen. Romney dagegen habe alles richtig gemacht, sei aggressiv gewesen und habe gezeigt, dass er gewinnen kann. „Wo war Obama?“, fragte Matthews sichtlich verzweifelt.

Das Medienecho auf die Debatte ist für Obama verheerend. Die „Washington Post“ urteilte, Romney „habe endlich seine Stimme gefunden“. Die linksliberale „New York Times“ bescheinigte dem Republikaner, Obama vom Format her ebenbürtig zu sein. Noch deutlicher wurde das Magazin „Time“: „Es war einer der unbeholfensten Auftritte eines amtierenden Präsidenten, die ich je gesehen habe“, schrieb Autor Joe Klein. „Hatte der Präsident sein Double geschickt?“

Die fast einhellige Meinung: Obama wirkte lustlos und war zu defensiv. Er habe den rauflustigen Romney, der den Präsidenten immer wieder mit einer Menge Zahlen und Statistiken in die Ecke trieb, nicht die Stirn geboten. Anstatt seinen Gegner bei falschen Behauptungen zu stellen und dessen Pläne auseinanderzunehmen, wirkte Obama oft ratlos, antwortete unwirsch und versagte völlig dabei, seine Bilanz in gutem Licht dastehen zu lassen.

„Das war eine Katastrophe für den Präsidenten“, sagte der Politikexperte Andrew Sullivan. Er ist ein Anhänger Obamas, aber an dessen „abschweifenden, schwachen und professoralen“ Auftritt konnte selbst er nichts Gutes finden. Der Meinung waren auch die Fernsehzuschauer: 67 Prozent gaben nach dem Duell an, Romney sei der Sieger gewesen. Nur 25 Prozent stimmten für Obama. Gesten, Auftritt, Körpersprache: Das waren die Themen, über die die meisten Kommentatoren am Tag nach der Debatte sprachen. Um politische Inhalte ging es kaum.

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Fans der Sesamstraße verprellt

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  • Unter Romney wird sich daran nichts ändern.

    Es wird weiter Geld gedruckt, genauso wie bei uns, bei der Bad Bank EZB.

    Es gibt allerdings einen Unterschied:

    Der quad-trillionen-fach vervielfältigte Dollar ist noch die Welt-Leitwährung und der €uro ist die Währung der EU-Pleitegeier.

  • "No we cannot-Obama" hatte halt einmal einen schlechten Tag.

    Einige Statements von Romney waren ja auch richtig.

    Aber Erbarmo hat es ja wieder gut gemacht, er hat die Zuschauer wissen lassen, daß das Wichtigste für ihn, seine Ehefrau Michelle sei, die er dann er dann auch prompt fast totgeknutscht hat.

    Da konnte Mitt nicht zurückstehen, er nahm ebenfalls seine verblühte Rosinante in den Arm und presste sie republikanisch an sich.

    Die depperten Amis belohnten johlend und kreischend die zwei politischen Gegner und alles war wieder gut.

    Man muß sich das einmal auf Deutschland übertragen vorstellen:

    Der ostdeutsche Hosenanzug knutscht seinen kleinen Professor, und der honorarige Steinbrück läßt für seine Frau die Kavallerie ausreiten.

  • Obama konnte ganz einfach nicht wie sonst seine einstudierten grossen Sprueche loswerden. Der Mensch ist ein Schauspieler, der eine vorbereitete Rolle spielt. Dies klappt bei Reden, jedoch nicht bei Diskussionen.

    Aber so regiert er ja auch. Er verfolgt ziemlich blind seine sozialen Ideen, ohne auf die aktuelle, mittlerweile sehr ernste finanzielle Situation der USA zu reagieren. Auch die Aussenpolitik ist ihm dabei ziemlich egal, weil sie ihn auch nur von der Erfuellung seiner Ideen ablenkt.

    Es waere nur gut wenn dieser Schulden- und Bubblekoenig gemeinsam mit seinem endlos Gelddrucker Bernanke von der Bildflaechen verschwindet. Das angerichtete Chaos ist gross genug und dazu bestaetigte die Bernanke-Obama-FED selbstbewusst noch, dass sie (und damit wohl auch Obama) mindestens bis 2016 so weiter machen will. Alleine dies raubt mir jede Hoffnung auf Besserung unter Obama. Mehr gedrucktes Geld, mehr Schulden, noch groessere Bubbles - dies wird die Zukunft mit Obama und seiner FED.

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