Reaktionen aus Athen

Griechenland hofft auf eine zweite Chance

Am Ende wurde mehr über als mit den Griechen geredet. Doch sie sind es, die mit den  Beschlüssen des Gipfels leben müssen. Handelsblatt-Reporter haben Stimmen und Eindrücke in Athen gesammelt.
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Papandreou würdigt Gipfel-Ergebnisse

AthenBeim EU-Gipfel war die griechische Politik fast nur Zuschauer. Entsprechend erwartete das Land die Ergebnisse des Treffens mit gespannter Ruhe – die großen Proteste hatte es im Vorfeld gegeben, bevor das Parlament über die Sparpläne abgestimmt hatte. 

Auf den Straßen ist von Reaktionen nichts zu sehen: Auf dem Parlamentsplatz Syntagma, vergangene Woche Schauplatz der heftigen Ausschreitungen, entfernen Arbeiter Protestgraffitis. Auf dem Platz finden morgen Feiern zum Nationalfeiertag statt. Über dem Platz weht die griechische Flagge einmütig neben der EU-Fahne.

Griechenland ungeschminkt

Die Banken haben sich längt auf den Haircut eingestellt - zumindest sagen sie das. „Wir wissen seit Monaten, was auf uns zukommt. Wir sind gerüstet“, sagt ein hochrangiger Manager einer staatlichen Bank. Er hofft, dass der Schuldenschnitt dem Land endlich Luft verschafft, damit die Wirtschaft wieder an Geld kommt. Bislang sind die Unternehmen von ausländischen Banken fast komplett abgeschnitten, den inländischen Instituten fehlt Liquidität, um den Mittelstand zu versorgen.

Warum der Haircut allein nicht reicht
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1 Kommentar zu "Reaktionen aus Athen: Griechenland hofft auf eine zweite Chance"

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  • Ich freue mich schon auf die Schlagzeile "Beteiligung des Finanzsektors am Rettungspaktet fällt erheblich geringer aus als erwartet".

    Das haben wir bei 21% Haircut erlebet und wieso sollte sich bei einem 50% Haircut irgendetwas ändern?

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