Reaktionen
USA sehen Chance für Neustart von Nordkorea

Mit dem Tod von Kim Jong Il bekommt Nordkorea eine neue Chance: Die USA wollen ihre Haltung gegenüber der kommunistischen Diktatur vielleicht überdenken. Nun hält der Sohn des toten Machthabers die Fäden in der Hand.
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Washington/Berlin/Moskau/PekingDie USA wollen ihren Umgang mit Nordkorea nach dem Tod seines langjährigen Machthabers Kim Jong Il möglicherweise auf den Prüfstand stellen. Konkret gehe es dabei um Überlegungen, das isolierte Pjöngjang wieder in Atomgespräche einzubinden und dem Land Nahrungsmittelhilfen zukommen zu lassen, wie US-Vertreter am Sonntag mitteilten. Ursprünglich wollte Washington in beiden Fragen noch in dieser Woche zu einer Entscheidung kommen. Kims Tod werde den Entscheidungsprozess jedoch wahrscheinlich verzögern, hieß es. So betrachteten die USA nun jegliche mögliche Veränderungen in der militärischen Haltung Nordkoreas und Südkoreas mit Sorge.

Hoffnung auf ein Ende der Isolation machte am Montag auch der britische Außenminister William Hague: „Das könnte ein Wendepunkt für Nordkorea sein“, sagte der britische Außenminister William Hague. Nordkorea solle nun die „notwendigen Schritte einleiten“, um die internationalen Gespräche über eine Einstellung des Atomprogramms wieder aufzunehmen. Der australische Außenminister Kevin Rudd sagte, Kims Tod sei „eine Möglichkeit für das nordkoreanische Regime, (...) in die internationale Gemeinschaft aufgenommen zu werden.“

Die Märkte reagierten auf den Tod Kim Jong Ils mit Verunsicherung: In Tokio ging der 225 Werte umfassende Nikkei-Index  mit einem Minus von rund 1,3 Prozent aus dem Handel. Der breiter gefasste Topix-Index gab rund ein Prozent auf 716 Punkte nach. In Seoul ging der südkoreanische Aktienindex Kospi mit einem Minus von 3,4 Prozent aus dem Handel. Abschläge verzeichneten auch die Börsen in Singapur, Hongkong, Shanghai und Taiwan. „Die Angst, dass der Tod von Kim Jong Il eine Provokation von Nordkorea nach sich ziehen könnte, treibt die Anleger um und führt zu Verkäufen“, sagte Chefanalyst Hiroyuki Fukunaga von Investrust in Tokio. Analysten zeigten sich besorgt, dass es in dem kommunistisch geführten Land zu einem Machtvakuum kommen könnte, was wiederum zu mehr Instabilität in der Region führen dürfte.

Ungeachtet des Todes des nordkoreanischen Machthabers Kim Jong Il erwartet auch das Nachbarland Russland eine Fortsetzung der zuletzt begonnenen Politik der Annäherung beider koreanischer Staaten. „Dieser für Nordkorea schmerzliche Verlust wird die weitere Entwicklung unserer freundschaftlichen Beziehungen nicht bremsen“, sagte Außenminister Sergej Lawrow am Montag nach Angaben der Agentur Interfax in Moskau. Anders als Südkorea versetzte Russland seine Streitkräfte in der Grenzregion zu Nordkorea nicht in erhöhte Alarmbereitschaft.  

Auch der langjährige Kreml-Bevollmächtigte für die fernöstliche Region, Konstantin Pulikowski, sagte, Russland erwarte „keine politischen Turbulenzen“. Kim habe früh begonnen, sein politisches Erbe zu regeln, sagte Pulikowski. Russland hatte das umstrittene Atomprogramm Nordkoreas mehrfach kritisiert. Gleichzeitig wollte Moskau aber etwa in Fragen der Energiepolitik mit Pjöngjang ins Gespräch kommen. Kim hatte im August mit einem Besuch in Russland einen Neustart in den bilateralen Beziehungen vorangetrieben.

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  • Kurzumfrage: Machtwechsel in Nordkorea: Wende zum Besseren?

    Über diesen Link geht es zur Umfrage:
    http://graph.me/p160998016/Machtwechsel_in_Nordkorea%3A_Wende_zum_Besseren

  • Fidel Castro hat 638 Attentate überlebt, den Großteil von der CIA geplant.
    Den Herrscher auszuschalten ist leider nix neues, aber vom toten Sadam allein hätten se halt kein Öl bekommen.

  • Fidel Castro hat 638 Attentate überlebt, den Großteil von der CIA geplant.
    Den Herrscher auszuschalten ist leider nix neues, aber vom toten Sadam allein hätten se halt kein Öl bekommen.

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