Reaktionen von neuen Uno-Kollegen abwartend
US-Opposition wettert gegen Bushs Botschafter

Kaum hat US-Präsident George W. Bush John Bolton am Senat vorbei zum Uno-Botschafter ernannt, schießt sich die Opposition auf ihn ein. Die Personalie sei „schändlich und unverantwortlich“, wettert der demokratische Senator Edward Kennedy.

WASHINGTON. Der Fraktionschef der Demokraten im Senat, Harry Reid, nennt Bolton „mangelhaft und geschwächt“. Sein Kollege Barack Obama legt nach: „Bushs Kandidat bevormundet, grenzt aus und untergräbt diejenigen, die nicht mit ihm übereinstimmen.“

Monatelang hatte die Opposition Bolton als „Polit-Rambo“ und „Menschenschinder“ gebrandmarkt. Es half alles nichts. Bush machte den früheren Außenstaatssekretär in den Parlamentsferien am Senat vor-bei zum Uno-Botschafter. Rein verfassungsrechtlich hat er diese Option, die bis Januar 2007 – dem Amtsantritt des neuen Kongresses – gilt. Politisch reizt er jedoch damit die Demokraten bis aufs Blut, denn Positionen diesen Kalibers müssen vom Senat bestätigt werden.

Die Frage stellt sich nun, wie Bolton mit seinem Hardliner-Image bei den Vereinten Nationen umgeht. In der Vergangenheit hatte er immer wieder ein militärisches Szenario gegenüber den „Schurkenstaaten“ Iran und Nordkorea ins Spiel gebracht. Auch mit Blick auf die Uno kamen von ihm krachende Statements. „So etwas wie die Vereinten Nationen gibt es gar nicht“, sagte er 1994 in einer Rede. Es existiere nur eine internationale Gemeinschaft, die gelegentlich von „der einzig verbliebenen Macht auf der Welt geführt werden kann – den Vereinigten Staaten.“

Seite 1:

US-Opposition wettert gegen Bushs Botschafter

Seite 2:

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%