"Realitätsferne Initiative"
USA kritisieren Assad-Rede

Die erste öffentliche Rede von Syriens Präsident Assad seit Juni stößt auf Kritik. Eine Sprecherin des US-Außenministeriums forderte den international isolierten Machthaber zum Rücktritt auf.
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WashingtonDie USA haben die Äußerungen des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad zur Beendigung des Bürgerkriegs in seinem Land als realitätsfern verworfen. Assads Rede an die Nation sei nur ein weiterer bedeutungsloser Versuch, sich an die Macht zu klammern, erklärte US-Außenamtssprecherin Victoria Nuland am Sonntag in Washington. "Seine Initiative ist realitätsfremd, sie untergräbt die Bemühungen des Syrien-Sondergesandten Lakhdar Brahimi und ist nur eine Legitimation für das Regime, die blutige Unterdrückung des syrischen Volkes fortzusetzen." Der international weitgehend isolierte Machthaber müsse zurücktreten, um den vom Volk gewollten politischen Übergang zu ermöglichen, bekräftigte die Sprecherin die Forderung der US-Regierung.

In seiner ersten öffentlichen Rede seit Juni hatte Assad am Sonntag die Opposition als "Marionette des Westens" bezeichnet und einen Dialog sowie Zugeständnisse abgelehnt. Mit Blick auf die Rebellen vor den Toren der Hauptstadt Damaskus rief Assad die Syrer zum Kampf auf. Neue Vorschläge für eine Lösung des Konflikts blieben aus: Assad wiederholte, für einen Waffenstillstand müssten zunächst die Rebellen ihren Kampf einstellen - was die Opposition umgehend ablehnte. In Syrien tobt seit 21 Monaten ein Bürgerkrieg, in dem den Vereinten Nationen zufolge bislang etwa 60.000 Menschen getötet wurden.


Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Die Vorschläge von Herrn Assad sind genau die, die auch Herr Brahimi Namens der VN gemacht hat und die zwischen den USA und Rußland diskutiert werden. Offenbar weiß Frau Nuland nicht, was ihre eigene Regierung eigentlich tut.

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