Rebellen in Europa
Diese Politiker kämpfen gegen die Euro-Rettung

Nicht nur in der Slowakei wehren sich Politiker gegen die Euro-Rettung. Auch in Österreich, Tschechien, Finnland und in Deutschland genießen die Skeptiker großen Zulauf. Wer die Euro-Rebellen sind - und was sie wollen.
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Düsseldorf/Berlin/Wien/Stockholm/LondonDie Abstimmung im slowakischen Nationalrat hat es deutlich gezeigt: Die Rettung des Euro ist längst nicht so unumstritten, wie es die Barrosos, Merkels und Van Rompuys dieser Welt gerne hätten. In vielen Ländern Europas gibt es Widerstände gegen die immer neu geschnürten Hilfspakete zur Rettung der Gemeinschaftswährung. Zum Teil sind sie heftig.

Die erste Bewegung, die europaweit von sich hören machte, waren die rechtspopulistischen und eurokritischen „Wahren Finnen“. Mit ihren radikalen Forderungen trieb die Partei auch die Regierung in Helsinki vor sich her und setzte eine Ausnahmeregel für Finnland bei der Griechenland-Hilfe durch.

In Österreich ist die rechtspopulistische FPÖ die Speerspitze des Euro-Widerstands, in der Slowakei heißt die Partei „Freiheit und Solidarität“.

In Tschechien hat der Widerstand gegen die Euro-Rettung sogar das höchste Staatsamt erreicht: Präsident Vaclav Klaus ist ein notorischer Gegner des Euro und wettert regelmäßig gegen zu viel Integration. Selbst in Großbritannien, das noch nicht einmal zur Euro-Zone gehört, beschert die Krise der gemeinsamen Währung antieuropäischen Politikern ungeahnte Popularitätsschübe.

Handelsblatt Online zeigt in einem europaweiten Überblick, welche Politiker in welchen Ländern gegen die Euro-Rettung ankämpfen und welche Deutschen die größten Euro-Skeptiker sind.

Kommentare zu " Rebellen in Europa: Diese Politiker kämpfen gegen die Euro-Rettung"

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  • EURO- Rebellen?
    Müssen wir zu Eu- Rebellen werden, um ein bischen Demokratie zu behalten?
    Es geht doch nicht mehr um den Euro, der ist, ich sage: - Gott sei Dank! - sowieso kaputt.
    Es geht darum, daß, ich z. B., keine EU will, an die die Mitgliedsstaaten, die Bürger, ihre Rechte abtreten sollen.
    Nach dem Völkerecht brauchen wir z. B. für eine Verfassung, ein Referendum. Das wird uns Deutschen seit 1949 verweigert. Auch jetzt versuchen Merkel u. Co., alles in Richtung Referendum gehende zu unterdrücken, ja sogar langsam aber stetig die representative Demokratie so zu gestalten, daß die Regierung machen kann, was sie will. Die Abgeordneten haben sich längst zu einem Abnickverein degradieren lassen. Das ist unser Problem in diesem Lande. Deshalb Hut ab vor diesen "Rebellen". Aber bezeichnend und entlarvend ist es schon, wenn Herr Schäffler, Her Bosbach, Herr Gauweiler als Rebellen bezeichnet und auch so behandelt werden, typisch sei an Herrn Pofalla erinnert, der "die Fresse" des Herrn Bosbach nicht mehr sehen wollte.
    Ist das noch Demokratie? Geht man so mit einem Andersdenkenden um?
    Warum glauben Frau Merkel oder Frau von der Leyen so genau zu wissen, was wir, das Volk, wollen? Sie sagen uns dauernd, was wir wollen sollen.
    Ich mache mir weniger sorgen um den Euro, aber große Sorgen um die Demokratie und um ein gut zusammenarbeitendes Europa einzelner, souveräner Staaten, das ich bevorzugen würde.
    Der Euro wird sich von selbst erledigen. dparvus

  • Verehrtes Handelsblatt,
    hat Euch der kranke Virus der EU(RO)ferie nun auch schon gänzlich eingeholt?

    Allein der Titel ist doch gerlinde ausgedrückt, ein schlechter Witz. Solch Propagandareißer findet man sonst bei der BLÖDzeitung um die ungebildeten zu manipulieren -aber im Handelsblatt? Liebe Leute......

    Wenn in diesen Zeiten überhaupt noch irgend was "populistisch" ist, dann ist des dieser fanatische Lobgesang auf die Ideologie des EURO und der ständige Missbrauch der EU-Funktionäre die Schulden einiger Länder dazu zu benutzen den gesamten EU-Raum unter ihre diktatorischen Fittiche zu bekommen.

    Sie sollten eigentlich selbst wissen, das diese art von Journaille definitiv in die falsche Richtung zielt.Immerhin haben doch mittlerweile zwei drittel der Deutschen von dieser EU und seinem Spielgeld die Nase voll. Und das zu recht!

    Wenn ihr also über "Populisten" schreiben möchtet, wie wärs denn dann einmal diesen Begriff im Zusammenhang mit Frau von der Leyen zu nennen, die als dt. Ministerin mittlerweile öffentlich nach der Ausrufung der vereinigten Staaten von Europa ruft!

    Oder wie wärs mit Herrn Schäuble, der ebenfalls sein Amt als "deutscher" Minister missversteht und ständig mehr dt. Hoheitsmacht nach Brüssel übergeben möchte!

    Das liebes Handelsblatt sind (Links)Populisten.
    Es sind dt. Minister, die offenkundig die dt. Staatsgewalt nach Brüssel verschleudern wollen, wissentlich das die Legitimationskette zum Wähler (Souverän) durch das seltsame Gebilde EU-Kommision/EU-Parlament alles nun andere als "ununterbrochen" ist.

    Anstatt diese immer schneller anmutende entdemokratisierung in Europa durch solche Artikel auch noch zu beschleunigen, sollten das Handelsblatt bzw. die Presse algemein lieber endlich darüber nachsinnen, ob ihnen ihre vielbeschworene Pressefreiheit bei einer entgültigen Brüssel-Diktatur -denn darauf läuft z.Z. alles hinaus- erhalten bliebe!

    Ich glaube eher nicht.

  • Danke, genau so ist es! Der Titel unterstellt einigen etwas, was gar nicht stimmt! Ist aber evtl. so gewollt.

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