Rebellen lehnen Gespräche mit neuer Regierung ab: Zahlreiche Festnahmen nach Staatsstreich in Nepal

Rebellen lehnen Gespräche mit neuer Regierung ab
Zahlreiche Festnahmen nach Staatsstreich in Nepal

Nach der staatsstreichartigen Machtübernahme durch König Gyanendra sind in Nepal Dutzende Politiker festgenommen oder unter Hausarrest gestellt worden.

HB KATHMANDU. Der Nachrichtendienst Kantipur Online meldete am Mittwoch unter Berufung auf Sicherheitskräfte, 54 Politiker und Parteifunktionäre seien seit der Machtübernahme am 1. Februar Haftbefehle zugestellt worden. 41 seien in Gewahrsam genommen und 13 unter Hausarrest gestellt worden.

Das staatliche nepalesische Fernsehen hatte zuvor unter Berufung auf das Innenministerium berichtet, 25 Politiker seien festgenommen worden, 18 weitere dürften ihr Haus nicht verlassen. Ein Armeesprecher dementierte, dass es zu hunderten Festnahmen gekommen sei. Der König hatte am Dienstag vergangener Woche die Macht übernommen und den Ausnahmezustand verhängt. Zahlreiche Grundrechte sind außer Kraft gesetzt. Alle Medien unterliegen der Zensur.

In Nepal kämpfen seit 1996 maoistische Rebellen gegen die Monarchie. Der Konflikt kostete bislang mehr als 11 000 Menschen das Leben. Die Rebellen haben Gespräche mit der neuen Regierung, die vom König geführt wird, abgelehnt. Die Machtübernahme Gyanendras war international auf scharfe Kritik gestoßen.

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