Rebellenführer
Afrikanische Union macht Jagd auf Kony

Der ugandische Rebellenführer Joseph Kony ist laut UN-Informationen derzeit in der Zentralafrika und verfüge dort wahrscheinlich noch über 200 bis 700 Kämpfer. Die Afrikanische Union hat den Kampf gegen Kony eingeläutet.
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New YorkDer ugandische Rebellenführer Joseph Kony befindet sich nach Informationen der Vereinten Nationen in der Zentralafrikanischen Republik. Der Anführer der Lord's Resistance Army (LRA) verfüge dort wahrscheinlich noch über 200 bis 700 Kämpfer, hieß es am Freitag (Ortszeit) bei der UNO in New York. Der UN-Sondergesandte für Zentralafrika, Abou Moussa, berichtete per Videokonferenz aus dem ugandischen Entebbe, dass die Gruppe trotz ihrer scheinbar geringen Größe weiter eine Gefahr für die Region darstelle.

Die Afrikanische Union (AU) hatte zuvor angekündigt, künftig das Vorgehen der Armeen in der Region gegen die LRA zu koordinieren. Am Samstag werde eine Regionale Interventionstruppe mit insgesamt 5.000 Soldaten aus mehreren Ländern ihre Arbeit aufnehmen, sagte der AU-Sondergesandte für die LRA, Francisco Madeira. Das Hauptquartier der neuen Truppe unter ugandischem Kommando werde in der südsudanesischen Stadt Yambio sein.

Die internationale Truppe, die vor allem die Koordination und die Aufklärung im Kampf gegen die LRA verbessern soll, ist Teil einer AU-Initiative, die im November beschlossen worden war. Madeira betonte, die Einsetzung der Truppe habe nichts mit dem Video „Kony 2012“ zu tun, das für einen Militäreinsatz gegen Kony wirbt. Der umstrittene Internetfilm der US-Kinderhilfsorganisation Invisible Children wurde bereits mehr als 80 Millionen Mal angeklickt.

Die LRA war Ende der 80er-Jahre gegründet worden, um für die Interessen der nordugandischen Volksgruppe der Acholi zu kämpfen. Heute gilt sie als eine der brutalsten Rebellengruppen der Welt und ist vor allem im Nordosten der Demokratischen Republik Kongo, in Zentralafrika und im Südsudan aktiv. Ende 2011 entsandten die USA rund hundert Soldaten nach Zentralafrika, um die dort gegen die Rebellen kämpfenden Streitkräfte zu unterstützen.

Agentur
afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

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