Rechtsanwältin und Menschenrechtlerin
Friedensnobelpreis geht an Iranerin Ebadi

Der diesjährige Friedensnobelpreis geht an die iranische Menschenrechtlerin Shirin Ebadi. Das teilte das Nobelkomitee am Freitag in Oslo mit.

HB OSLO. Die 54-jährige Juristin wird für ihren Einsatz bei der Demokratisierung Irans und im Kampf um mehr Frauenrechte ausgezeichnet. Der Preis ist mit umgerechnet 1,1 Mill. € dotiert.

Im vergangenen Jahr hatte der frühere US-Präsident Jimmy Carter die Auszeichnung erhalten. Ebadi ist die elfte Frau, die den Friedensnobelpreis zuerkannt bekommt.

Am Freitag erklärte Ebadi in Paris , sie sei „stolz und glücklich“ über die Zuerkennung des diesjährigen Friedensnobelpreises. In einem Interview mit dem norwegischen Fernsehsender NRK sagte die 54- Jährige, der Preis werde viel für Menschenrechte, Demokratie und die Rechte der Kinder in Iran bedeuten. Sie sehe die Auszeichnung nicht als an sich persönlich gerichtet, sondern an das iranische Volk und alle Menschen im Lande, die für die Menschenrechte kämpften.

Shirin Ebadi gilt als engagierte Streiterin für Kinder- und Frauenrechte und politisch Verfolgte. Die 54-jährige gebürtige Teheranerin absolvierte ihre juristische Ausbildung in Iran und Frankreich. 1969 wurde sie als erste Frau in Iran Richterin. 1979 musste sie das Amt als Folge der islamischen Revolution aufgeben und arbeitete seither als Anwältin.

Bei der Entgegennahme einer Auszeichnung im norwegischen Bergen vor drei Jahren sagte Ebadi, für sie sei die Geringschätzung von Frauen mit islamischen Grundsätzen unvereinbar.

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