Rechtskurs angekündigt
Neuer FPÖ-Chef gewählt

HB BERLIN. Die Freiheitliche Partei Österreichs (FPÖ) hat einen neuen Vorsitzenden gewählt. Auf einem Parteitag in Salzburg wählten die FPÖ-Delegierten den 35-jährigen Landesvorsitzenden der Wiener FPÖ, Heinz-Christian Strache, zu ihrem neuen Chef. Strache erhielt rund 90 Prozent der Stimmen.

Vor knapp drei Wochen hatte der vorherige Parteichef Jörg Haider die rechtsnationale Partei gespalten und das «Bündnis Zukunft Österreich» (BZÖ) gegründet. Die BZÖ regiert als kleiner Koalitionspartner mit der konservativen Volkspartei von Bundeskanzler Wolfgang Schüssel, da alle bisherigen FPÖ-Minister und die Hälfte der 18 Abgeordneten der FPÖ zu Haiders neuem Bündnis übergetreten sind. Die meisten der Landesverbände blieben jedoch bei der FPÖ.

Strache griff die alte FPÖ-Führung scharf an. Sie habe der FPÖ einen Schuldenberg von bis zu sieben Millionen Euro hinterlassen. Haider habe seine «blaue Seele verkauft», sagte Strache mit Blick auf die Parteifarbe der FPÖ. Strache betonte, einen rechtsnationalen Kurs fahren zu wollen.

Er kritisierte einen Beitritt der Türkei zur EU scharf: «Das ist nicht freiheitliche Politik, die Türkei gehört nicht in die EU, die hat hier nichts verloren.» Er fordert ein scharfes Asylrecht und kündigte an «Die echten Freiheitlichen sind zurück. Das wird heute die Wiedergeburt der FPÖ in Österreich sein.» Die Delegierten trugen Strache begeistert auf Schultern durch den Saal.

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