Rechtspopulismus
Europas Gegner zeigen ihre Muskeln

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Italien: Bedingungslose Europa-Liebe war einmal

Die Italiener waren Jahrzehnte lang große Verfechter von Europa. Doch nachdem sie in der Finanzkrise oft fälschlicherweise im Namen Europas eine Steuererhöhung nach der anderen hingenommen haben ohne einen Euro aus Brüssel zu erhalten, ist die Stimmung umgekippt. Davon profitieren vor allem die Populisten.

Wirklich rechte Parteien spielen im italienischen Europa-Wahlkampf weniger eine Rolle. Die ausländerfeindliche Lega Nord ist wegen der hauseigenen Skandale längst nicht mehr so stark wie früher und kommt gerade mal auf sechs Prozent in den Umfragen. „Fratelli d `Italia – Alleanza Nazionale“ ist nicht wirklich extremistisch und liegt bei weniger als drei Prozent.

Es ist vielmehr die Fünf-Sterne-Partei von Beppe Grillo, die derzeit gegen den Euro Wahlkampf macht. Es ist jedoch schwer, die „Cinque Stelle“ politisch in rechts oder links einzuordnen. Sie bekommt Stimmen von ehemaligen Links-Wählern ebenso wie von ehemaligen Berlusconi- oder Lega Nord-Anhängern. In den Umfragen kommt Grillo auf knapp ein Viertel der Stimmen. Damit wäre die Bewegung nach der Demokratischen Partei (PD) von Matteo Renzi, die auf mehr als ein Drittel der Stimmen kommt, die zweitstärkste Partei.

Grillo ist nicht grundsätzlich gegen Europa. Aber er will ein anderes Europa und spricht damit vielen Italienern aus der Seele. In seinen sieben Punkten fordert er unter anderem ein Referendum zum Euro, die Abschaffung des Fiscal Compact, die Einführung der Eurobonds und eine Allianz der Mittelmeerländer für eine gemeinsame Politik.

Auch Silvio Berlusconi hat zuletzt versucht, es mit seiner Forza Italia Beppe Grillo nachzutun und gegen Europa Stimmung zu machen. Wie er in seinem Schreiben an die Wähler sagt, „gefällt uns dieses Europa nicht : Das Europa der Austerität, der Bürokratie, der absurden Regeln, die unsere Unternehmen und unsere Wirtschaft abwürgen“. Bisher kommt Berlusconis Forza Italia auf weniger als 20 Prozent in den Umfragen. Aber Berlusconi ist bekanntlich ein begnadeter Wahlkämpfer.

Katharina Kort

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  • Die Mehrheit der Handelsblatt-Leser ist rechts

    Die überwiegende Mehrheit der Handelsblatt-Leser/innen ist rechts --nicht unbedingt "rechtsextrem" (Rechtsextremismus ist natürlich auch ein Kampfbegriff), aber sehr wohl rechts. D. h. Sie halten nichts von Multikulturalismus, Gender-Ideologie, nicht-euopäischer Massen-Einwanderung, und nationalem Selbsthass und Selbsterniedrigung-- allein schon weil sie noch rational denken können und mit offenen Augen und von Ideologien unverzerrten Blick durch unsere Land gesehen - und die Folgen dieser Politik sehen.

    Sie sind den neuen rechten Parteien gegenüber offen und aufgeschlossen - sehen in ihnen keine Gefahr sondern eine große Hoffnung.


    Wenn ihr also gegen diese Parteien herzieht, sie diskreditiert oder diffamiert, dann agiert er auch gegen eure eigene Stammwählerschaft. Passt euch endlich euren Lesern an.

  • Die Mehrheit der Handelsvlatt-Leser ist rechts

    Die überwiegende Mehrheit der Handelsblatt-Leser/innen ist rechts -- nicht unbedingt "rechtsextrem" (Rechtsextremismus ist natürlich auch ein Kampfbegriff -- aber sehr wohl r e c h t s. Sie halten nichts von Multikulturalismus, Gender-Ideologie, nicht-euopäischer Massen-Einwanderung, und nationalem Selbsthass und Selbsterniedrigung-- allein schon weil sie noch rational denken können und mit offenen Augen und von Ideologien unverzerrten Blick durch unsere Land gesehen - und die Folgen dieser Politik sehen.

    Sie sind den neuen rechten Parteien gegenüber offen und aufgeschlossen - sehen in ihnen keine Gefahr sondern eine große Hoffnung.


    Wenn ihr also gegen diese Parteien herzieht, sie diskreditiert, diffamiert, dann agiert er auch gegen eure eigene Stammwählerschaft. Passt euch endlich euren Lesern an.

  • Was soll diese Hetze gegen die rechten Parteien

    Was soll dieser hetzerische Rundumschlag gegen die neuen europäischen rechten Parteien?
    Das sind überhaupt die einzigen Parteien, informierte und in die Zukunft denkende Europäer überhaupt wählen sollten -- allein schon weil dies die einzigen Parteien sind, die sich für die autochthonen Europäer, deren Kultur, Brauchtum und Interessen interessieren und engagieren.

    Wen sollen die Deutschen nach Meinung der Handelsblatt-Redakteure denn sonst wählen.

    Etwa die linken Parteien SPD, Grüne, und Linkspartei, die den deutschen Sozialstaat vollends der ganzen Welt öffnen wollen, und alle Personen, die ihre Politik ablehnen, als Rassisten oder Rechtsextremisten diffamieren und bekämpfen, während sie sich selbst in ihrem Rassismus gegen Deutsche und anderen Europäern gegenseitig überbieten?

    Oder etwa die CDU/CSU, an der nichts mehr konservativ und höchstens noch der Name "christlich" ist, die gegenüber der Wirtschaftslobby, der US-Lobby unterwürfig ergeben sind, ansonsten die Gender-/"Vielfalts"-/Multikulturalismus-Politik der linken Parteien im wesentlichen übernommen haben, und wirkliche Konservative zusammen mit ihren bekennend linken Freunden als "Rechtsextremisten" verfolgen?

    Ist es etwa das, was ihr mit dieser Serie der Hetzartikel bewirken wollt? Wollt ihr dass diese Parteien, deren Politik man berechtigter Weise nicht nur als populistisch sondern extremistisch bezeichnen kann, weiter die Macht unter sich aufteilen? Habt ihr keinen Anstand? Habt ihr kein Mitleid mit den kommenden Generation der Deutschen und Europäer, die unter den Folgen dieser desaströsen und zerstörerischen Politik einmal leiden müssen.

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