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Europas Outlaws sprengen Merkels Sparpolitik

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Hier wollte Griechenland sparen

  • 576 Millionen Euro

    Einsparungen bei Ausgaben für Medikamente

  • 537 Millionen Euro

    Kürzungen bei Gesundheits- und Rentenfonds; 500 Millionen davon entstammen dem Budget einer neuen nationalen Organisation, die die Grundversorgung im Gesundheitswesen sicherstellen
    soll, 15 Millionen Euro aus einem Fonds der Telefongesellschaft OTE und 21 Millionen aus einem Fonds der öffentlichen Stromversorger

  • 400 Millionen Euro

    Einsparungen im Verteidigungshaushalt, davon 300 Millionen durch Verzicht auf Neuanschaffungen und 100 Millionen bei den laufenden Kosten

  • 400 Millionen Euro

    Kürzungen bei öffentlichen Investitionen

  • 386 Millionen Euro

    Kürzungen bei Haupt- und Zusatzrenten

  • 205 Millionen Euro

    Einsparungen bei Personalausgaben

  • 200 Millionen Euro

    Einsparungen bei den Verwaltungsausgaben der Ministerien

  • 86 Millionen Euro

    Kürzungen im Haushalt des Agrar- und Nahrungsmittelministeriums, vor allem durch Streichung von Subventionen

  • 80 Millionen Euro

    Kürzungen im Bildungswesen, darunter 39 Millionen Einsparungen bei den Gehältern von Ersatzlehrern und Lehrern an griechischen Schulen im Ausland sowie zehn Millionen bei Forschung und Technologieförderung

  • 70 Millionen Euro

    Kürzung der Wahlkampfunterstützung

  • 66 Millionen Euro

    Einsparungen im Haushalt des Finanzministeriums durch Kürzung der Pensionen

  • 59 Millionen Euro

    Kürzungen bei der Kommunalförderung

  • 50 Millionen Euro

    Streichung von Überstunden von Ärzten in staatlichen Krankenhäusern

  • 43 Millionen Euro

    Kürzungen der Unterstützungsleistungen für Familien mit mehr als drei Kindern

  • 25 Millionen Euro

    Kürzungen im Kultur- und Tourismushaushalt

  • 3 Millionen Euro

    Kürzungen bei den Personalausgaben der staatlichen Versorger

Griechenland: „Wir sagen Nein zu allem.“

Schuldendesaster und Rezession treiben immer mehr Griechen in das Lager der Europa-Skeptiker. Knapp zwei Wochen vor der Parlamentswahl entfallen in den Meinungsumfragen rund 55 Prozent auf Parteien, die den von der Europäischen Union diktierten Sparkurs ablehnen. Offen europafeindlich geben sich die stalinistischen griechischen Kommunisten (KKE), denen Meinungsforscher elf Prozent in Aussicht stellen. „Wir sagen Nein zu allem. Wir sind für den Umsturz“, sagte KKE-Generalsekretärin Aleka Papariga.

Sparprogramm Eurokrise erschüttert Griechenlands Gesellschaft

  • Sparprogramm: Eurokrise erschüttert Griechenlands Gesellschaft
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Und auch die neofaschistische Partei Chrysi Avgi (Goldene Morgenröte), die mit prognostizierten 5,5 Prozent erstmals vor dem Sprung ins Parlament steht, gibt einer von Deutschland dominierten EU die Schuld am griechischen Desaster: „Die deutschen Kredite dienen dazu, Griechenland zu versklaven“, sagt Ilias Kasidiaris, Kandidat der Partei.

Auf Distanz zum Sparkurs geht sogar Antonis Samaras, dessen konservative Nea Dimokratia in allen Umfragen führt: Er will nach einem Wahlsieg Rentenkürzungen zurücknehmen und die Steuern auf breiter Front senken.

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Antideutsche Töne sind in der Debatte über die Sparpolitik an der Tagesordnung: Demonstranten verbrennen regelmäßig deutsche Fahnen, griechische Karikaturisten zeichnen Kanzlerin Merkel gern als Nazi-Amazone. Und Parteien am rechten wie am linken Rand des politischen Spektrums fordern Reparationen für die deutsche Besatzung im Zweiten Weltkrieg, um die Staatsfinanzen aufzubessern.

109 Kommentare

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  • 26.04.2012, 10:30 UhrasiatischeSicht

    Die brutale Dumpingpolitik D's ist also schuld.

    Nein, sie ist Ausdruck der betriebenen Politik und nicht die Ursache. Ohne diese Anpassung an die Markterforderungen hätte es D auch nicht mehr geschafft und würde heute genauso vor dem Trümmerhaufen stehen. Im Gegenteil zu anderen Ländern, die sich auf diese Strategie nicht einlassen wollten, hat D sich in's eigene Fleisch geschnitten. Und das verlangt man jetzt von den anderen. Und diese anderen sind dazu nicht bereit.

    Jeden Tag gibt es doch wieder Meldungen und teilweise sogar Aufrufe, um die Produktion ins Ausland zu verlagern, weil es da billiger ist. Das sind doch nichts anderes als Erpressungsversuche, um noch mehr Profit zu machen. Somit ist die Dumingpolitik D nichts anderes an eine Anpassung an eine total schiefe Situation. Und der Wohlstand, also das erarbeitete Ergebnis von Jahrzehnten wird jetzt verfüttert an die Möglichkeit, dass sich europäische Firmen die Chancen für einen Marktanteil an den asiatischen Märkten nicht verbauen wollen.
    Wobei jedoch völlig übersehen wird, dass z.B. jeder Chinese genauestens auf der Höhe ist, was zu dem Niedergang und dem daraus resultierenden unsäglichen Leiden China's geführt hat (die kolonialen Kräfte/Boxeraufstand) und dass sie das auf keinen Fall ein zweites Mal zulassen werden. Einmal haben die Kolonialkräfte in China das Sagen gehabt, ein zweites Mal wird es das nicht geben. Da sollte man sich keinerlei Illusionen machen. Offen wird man das nicht sagen, aber jeder Chinese ist sich der Vergangenheit und auch den schlechten Erfahrungen, die man mit Europäern gemacht hat, bewusst.

  • 26.04.2012, 08:44 UhrWiedergutmachung

    Die Wiedergutmachung, das interessiert sie, weil sie bis heute nicht verstanden haben, dass die heutigen Generationen nichts mehr damit zu tun haben. Somit ist das Ganze nichts anderes als ein ziemlich pathetischer Versuch sich Freunde zu kaufen. Nur Freunde kann man sich nicht kaufen.
    Als Deutsche im Ausland spüre ich jeden Tag am eigenen Leibe, wie beliebt Deutschland ist. Und das ist sehr abhängig, wenn es D gut geht, dann ist man auf einmal freundlich und wenn es nicht so gut geht, na dann ist man halt der Nazi. Ich habe mich an diese Art der Scheinheiligkeit schon lange gewöhnt, aber Merkel scheint sich dessen in keinster Weise bewusst zu sein.

  • 26.04.2012, 08:29 Uhrschweigen

    Ist in anderen EU Ländern auch so, wird total verschwiegen. Diese Art der Hinterzimmerpolitik wird es jetzt mehr und mehr geben. Und die Völker werden es weniger und weniger ertragen. Jemand hat hier für eine Petition geworben, um die 50000 Stimmen gegen den ESM an den bayerischen Landtag innerhalb kürzester Zeit. Und gleichzeitig bekommt man den Eindruck vorgeschaukelt, die Leute interessiert das nicht. Wenn wirklich keinerlei Interesse bestehen würde, dann wäre so etwas nicht möglich.

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