Rede vor EU-Parlament Merkel wirbt für grundlegende Reform Europas

Angela Merkel hat vor dem EU-Parlament für weitere Instrumente zur Haushaltskonsolidierung innerhalb der europäischen Wirtschafts- und Währungsunion geworben. Aus den Reihen der EU-Abgeordneten kam scharfe Kritik.
33 Kommentare
Angela Merkel und EU-Parlamentspräsident Martin Schulz in Brüssel. Quelle: dapd

Angela Merkel und EU-Parlamentspräsident Martin Schulz in Brüssel.

(Foto: dapd)

BrüsselBundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat vor dem EU-Parlament für einen grundlegenden Umbau der europäischen Wirtschafts- und Währungsunion innerhalb der kommenden drei Jahre geworben. Dabei dürften die Europäer auch vor Änderungen der europäischen Verträge nicht zurückschrecken, sagte Merkel am Mittwoch in Brüssel. Aus den Reihen der EU-Abgeordneten kam die Forderung nach einer Abkehr von der Sparpolitik.

„Wir müssen jetzt den richtigen Weg finden, um die Wirtschafts- und Währungsunion dauerhaft zu stabilisieren, indem wir ihre Gründungsfehler beheben“, sagte Merkel und forderte, auf dem EU-Gipfel im Dezember „einen ehrgeizigen Fahrplan“ für den Umbau der Eurozone zu beschließen. „Er soll konkrete Maßnahmen enthalten, die wir in den kommenden zwei bis drei Jahren umsetzen können.“

Die Kanzlerin forderte etwa, den europäischen Institutionen „echte Durchgriffsrechte gegenüber den nationalen Haushalten“ einzuräumen, um Schuldenberge und Haushaltslöcher zu verhindern. Die Mitgliedstaaten müssten die Krise zudem mit Reformen und harten Konsolidierungsmaßnahmen bekämpfen, auch wenn dies besonders den Menschen in den Krisenländern viel abverlange.

Aus den Reihen der EU-Abgeordneten kam scharfe Kritik an dem Kurs der Euroländer im Kampf gegen die Krise. Der Chef der sozialdemokratischen Fraktion im Europaparlament, Hannes Swoboda, forderte, das „gescheiterte Experiment der Sparpolitik“ zu beenden und eine Politik des Wachstums einzuleiten.

Auch die Chefin der Grünen-Fraktion, Rebecca Harms, kritisierte eine „einseitige Krisenpolitik“. Der Vorsitzende der Liberalen, Guy Verhofstadt, rief Merkel auf, ihren Widerstand gegen gemeinsamer Schuldscheine der Euro-Länder aufzugeben, um die Zinslast für Krisenländer zu drücken.

„Ich möchte ein starkes Großbritannien“
Seite 12Alles auf einer Seite anzeigen

Mehr zu: Rede vor EU-Parlament - Merkel wirbt für grundlegende Reform Europas

33 Kommentare zu "Rede vor EU-Parlament: Merkel wirbt für grundlegende Reform Europas"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • @magrit117888

    Die Frau Merkel leidet an "Höhenwahn"...denke, das ist einer ihrer größten Probleme!!

  • „Wir müssen jetzt den richtigen Weg finden, um die Wirtschafts- und Währungsunion dauerhaft zu stabilisieren, indem wir ihre Gründungsfehler beheben“, sagte Merkel
    ------------------------

    Welche Gründungsfehler?
    Was maßt sich diese DDR-Frau eigentlich an? Die immer noch dem Sozialismus offenbar nachtrauert?
    Was weiß die denn von unserer alten Europ. Union?
    Die hat Jahrzehnte funktioniert.
    Es genügt dieser Merkel offenbar nicht, die alte Bundesrepublik vollends zu zerstören, jetzt will sie auch noch die Eurp. Union platt machen und unter ihre Krallen bekommen
    Ja, es stimmt, Merkel ist wirklich nichts anderes als die späte Rache von Honecker

  • Wolfgan Preiss
    völlig richtig.
    Merkel will nur Macht und sie zeigt dies ja mittlerweile auch immer offener.
    Es genügt ihr nicht, nur Deutschland zu einer DDR 2.0 umzubauen, sie will ganz Europa im Griff haben.
    Das hat schon mal jemand versucht, nämlich Napoleon. Geendet hat das 1813 mit Krieg. Mit der Völkerschlacht bei Leipzig war dann im Okt. 2013 Ende und Napoleon zog geschlagen von dannen
    Und wenn diese Kommunuistin Merkel so weitermacht, dann endet Europa ebenfalls in einem neuen Krieg
    Denn auch wenn ihre Umfragen noch so gut sind, dank der Manipulation einiger Zeitungen, irgendwann wacht auch der dümmste deutsche Michl auf

  • Rainer
    wobei nicht vergessen werden darf, dass diese Merkel den Rettungsunsinn begonnen hat
    Sie plant in Wirklichkeit doch ganz was anderes.
    Sie will die Euro-Länder im Griff haben und zwar alle und dann spielt sie die große Staatsratsvorsitzende über alle Länder.
    Ihr diktatorisches DDR-Gehabe wird ja auch immer sichtbarer
    Diese Frau ist gefährlicher als ein ganzer Korb voller Kobras

  • Vicario
    Sie drücken es mal wieder sehr gut aus.
    Diese Anmaßung von Merkel ständig, als hätte sie Europa erfunden, ist schon schlimm genug
    Diese FDJ-Frau hat überhaupt keine innere Beziehung zu unserer alten Europ. Union.
    Wer stoppt denn diese Frau endlich mal?

  • @hallowach:
    Forsa-, Stern-, Bild-, Betelsmann-Umfragen...usw. sind mir egal!

    Die Meinung vertrete ich auch in meiner Firma und stehe zu dem was ich sage, ob es einem gefällt oder nicht!

    Na, dann sind wir schon weit fortgeschritten in dieser sog. "Demokratie" wenn man nicht mehr sagen kann was man denkt und auch pers. Meinungen vertreten kann.

    Das zeugt ja von Rückgrat, unabhängig ob demonstriert wird nicht!

    Dann lassen sie sich mal weiter "Meinungmachen" und bin mal gespannt, wie sie reagieren, wenn es bei ihnen demnächst ans Eingemachte geht.

  • ... schöne Idee, nur leider finden über 60% laut letzer Forsa Umfrage, die Merkel supi!!!

    Wie sie uns durch die Klippen der Euroschuldenkrise schifft und sich für uns einsetzt.
    Der Springer- und Bertelsmannverlag sorgen für die "Volksmeinung".

    Haben sie nicht gesehen, wie viele (Wenige) gegen den ESM Vertrag demonstriert hatten.
    Das ging gegen NULL.

    Machen sie sich mal unbeliebt und schneiden während dem Mittagessen in Ihrer Firma mal dieses Thema an.

    Danach sind sie nicht mehr so naiv.

  • Der Chef der sozialdemokratischen Fraktion im Europaparlament, Hannes Swoboda, forderte, das „gescheiterte Experiment der Sparpolitik“ zu beenden.

    Typisch sozialistische Unbelehrbarkeit. Richtig wäre das gescheiterte Experiment des größenschwachsinnigen Euros zu beenden und die Nationen in die Selbstständigkeit zu entlassen.
    Wenn man bedenkt, dass genau dieser EU-Dirigismus und Euro-Zentralismus die Karre nachhaltig in den Dreck gefahren haben, dann finde ich es wenig hilfreich, dass sich diverse Demokratieverweigerer, mithin genau diese EUdSSR-Zentralisten und ESM-Putschisten, jetzt auch noch ganz frech als alternativlose Retter aufspielen. Denn eins, was wir als Volk heute schon zu spüren bekommen, werden auch diese Keynes-hörigen Stalinisten auf Dauer nicht leugnen können: Die Schulden von heute sind die Steuern von morgen, und diese versklaven dann die nachfolgenden Generationen; sozial gerecht ? Nein, gewiss nicht, - aber im Sinne von Sowjet-Europa sicher DAS probate Mittel, die angestrebte EU- und EURO-Diktatur endgültig zu etablieren.

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte achten Sie auf unsere Netiquette: „Nicht persönlich werden“ http://www.handelsblatt.com/netiquette

  • Wie sagte Sie : "Ich bin dafür, dass die Kommission eines Tages so etwas wie eine europäische Regierung ist"

    Demokratiefeindlicher gehts ja wohl nicht mehr.
    Wenn das kein Fall für den Verfassungsschutz und Bundesstaatsanwaltschaft ist dann weiss ich auch nicht mehr.
    Aber passt zu allem was in Europa abgeht...es gibt nur ein Ziel "weg mit der lästigen Demokratie"

Alle Kommentare lesen
Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%