Rede zur Irak-Politik
Bush bittet wieder um Geduld

Anlässlich des Jahrestags der Machtübergabe an eine eigene irakische Regierung hat US-Präsident George W. Bush die Amerikaner in einer Grundsatzrede um Unterstützung für seine Irak-Politik geworben und seine Landsleute zugleich auf weitere harte Prüfungen eingeschworen.

HB FORT BRAGG. Der Kampf für die Freiheit sei die Opfer wert, sagte Bush am Dienstag zur besten TV-Sendezeit auf dem Militärstützpunkt Fort Bragg im Bundesstaat North Carolina. Bush zitierte Bundeskanzler Gerhard Schröder, dass ein stabiler Irak auch im Sinne Europas sei.

Eine Zeitplan für einen Truppenabzug lehnte er ab. Die US-Truppen blieben im Irak bis ihre Mission erfüllt sei, sagte Bush. Die Aufgabe im Irak sei nicht nicht erledigt, „und es wird schwierige Momente geben, in denen die Entschlossenheit Amerikas auf die Probe gestellt wird“, sagte Bush. Der Job im Irak sei „schwierig und gefährlich“. „Wie die meisten Amerikaner sehe auch ich die Bilder der Gewalt und des Blutvergießens. Jedes Bild ist schrecklich und die Leiden sind wirklich.“ Bush rief seine Landsleute zur Geduld auf, wenn sie sich angesichts der Gewalt fragten: „Lohnt sich das Opfer? Es lohnt sich, und es ist lebenswichtig für die künftige Sicherheit unseres Landes“, sagte Bush. Die Rede aus Fort Bragg wurde live übertragen.

Ein Datum für einen Truppenabzug aus dem Irak festzulegen, wäre ein “schwerer Fehler“, sagte Bush. „Ich weiß, dass die Amerikaner wollen, dass unsere Truppen so schnell wie möglich nach Hause zurückkehren“. Ein Zeitplan wäre ein falsches Signal an die Iraker, die wissen müssten, dass die USA sie nicht allein lasse, bevor die Aufgaben im Irak erledigt seien. Es wäre auch ein falsches Signal an den „Feind“. Die USA blieben so lange im Irak, wie es nötig sei und „keinen Tag länger“. Die USA haben im Irak mehr als 130 000 Soldaten stationiert. Bush ließ zugleich durchblicken, dass er die Truppen nicht aufstocken will.

Warum die „Feinde“ der USA aus seiner Sicht scheitern werden, legte Bush ausführlich dar: „Unsere Feinde werden nur dann gewinnen, wenn wir die Lektionen des 11. September vergessen, wenn wir die Iraker Männern wie al Sarkawi in die Hände geben, und wenn wir die Zukunft des Nahen Ostens Männern wie Bin Laden überlassen“, sagte Bush. Die Terroristen wollten die Entschlossenheit der USA erschüttern, doch sie würden scheitern.

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