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Referendum: Große Freude über EU-Beitritt der Kroaten

Europaweit wird das „Ja“ der Kroaten zum EU-Beitritt freudig begrüßt. „Europa wird durch Kroatien ein Stück reicher“, sagte Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) nach dem positiven Referendum des Balkanstaates.

Die Kroaten haben dem Beitritt ihres Landes zur EU zugestimmt. Quelle: dpa
Die Kroaten haben dem Beitritt ihres Landes zur EU zugestimmt. Quelle: dpa

ZagrebDas Ja der Kroaten zu einem Beitritt in die EU ist europaweit begrüßt worden. Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) sagte am Montag, er freue sich „von Herzen“ über die klare Mehrheit bei dem Referendum, Regierungssprecher Steffen Seibert sprach von einem Signal auch für andere Balkanstaaten. EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso und EU-Ratspräsident Herman Van Rompuy nannten das Ergebnis eine „gute Nachricht“.

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„Ich freue mich von Herzen darüber, dass in Kroatien eine große Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger sich für die Europäische Union entschieden hat“, sagte Westerwelle am Rande eines Treffens der EU-Außenminister in Brüssel. „Kroatien ist Europa, gehört zu Europa, und Europa wird durch Kroatien ein Stück reicher, vielfältiger und auch ein Stück stärker“, fügte er hinzu.

Regierungssprecher Seibert sagte in Berlin, Deutschland und die EU sähen dem Beitritt Kroatiens mit großer Freude entgegen. Das Referendum unterstreiche die Anziehungskraft der EU und der europäischen Idee. Der bevorstehende Beitritt Kroatiens solle auch ein Signal für andere Staaten des westlichen Balkans sein, forderte Seibert: „Reformen auf den Weg nach Europa lohnen sich“.

Die Kroaten hatten sich am Sonntag mit klarer Mehrheit für einen Beitritt ihres Landes zur EU ausgesprochen. Wie die Wahlkommission nach der Auszählung fast aller Stimmen mitteilte, stimmten mehr als 66 Prozent der Wähler für eine EU-Mitgliedschaft ihres Landes. Regierungschef Zoran Milanovic sprach von einer „historischen Entscheidung“, Präsident Ivo Josipovic von einem „großen Tag für Kroatien“. Die Wahlbeteiligung war mit knapp 44 Prozent allerdings eher gering.

Die kroatische Außenministerin Vesna Pusic nahm am Montag als Beobachterin an dem Treffen der EU-Außenminister in Brüssel teil, was die EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton als „große Freude“ bezeichnete. Der britische Außenminister William Hague nannte das kroatische Abstimmungsergebnis „gute Nachrichten für Kroatien und gute Nachrichten für Europa“.

EU-Ratspräsident Van Rompuy und EU-Kommissionspräsident Barroso erklärten, eine EU-Mitgliedschaft werde den Kroaten „neue Möglichkeiten“ eröffnen und „Stabilität und Wohlstand“ ihres Land mehren. Das Ja zur EU-Mitgliedschaft sei zudem ein „klares Signal“ für ganz Südosteuropa, hieß es in der gemeinsamen Erklärung. Von den einstigen jugoslawischen Teilrepubliken gehört bisher nur Slowenien der EU an. Serbien, Montenegro, Mazedonien und Bosnien-Herzegowina bewerben sich aber ebenfalls um die Mitgliedschaft.

Der neue Präsident des Europaparlaments, Martin Schulz (SPD), nannte das Ergebnis des Referendums ein „positives Signal“ für Kroatien und die EU. Auch er sprach sich im RBB-Inforadio für eine Beitrittsperspektive für die anderen Nachfolgestaaten Jugoslawiens aus. „Das ist eine ökonomische, aber auch friedensbildende Maßnahme“, sagte er. Die Konflikte auf dem Balkan seien nur über die europäische Integration zu befrieden.

Kroatien strebt seit dem Ende des Kroatien-Krieges (1991-1995) einen Beitritt zur Europäischen Union an. Die Verhandlungen zwischen Zagreb und Brüssel laufen seit 2005, gerieten wegen eines Grenzkonflikts mit Slowenien aber immer wieder ins Stocken. Im Dezember unterzeichnete Kroatien den Beitrittsvertrag. Dieser muss von allen 27 EU-Mitgliedern ratifiziert werden.

  • 16.03.2012, 15:33 UhrAnonymer Benutzer: Z.Puseljic

    Kroatien gehört in die Eu schon alleine der Geschichte

    Ich freue mich für meine Landsleute!!!

    Schöne Grüße an alle Kroaten in Der ganzen Welt!!!

    Zdenko Puseljic

  • 24.01.2012, 04:09 UhrWolfgangPress

    Freuen, freuen können sich nur die Kroaten. Und freuen kann sich auch irgendeiner der abgehalfterten kroatischen Politiker/in, denn für den/die wird wie es die Tradition will, ein neues Kommisariat mit einem Haufen unnützer Brotfresser geschaffen, die uns dann wiederum unnütze Vorschriften machen. Und Altmaoist Barosso hat ja schon angekündigt, dass sich weitere vom Balkan hinzu gesellen dürfen.

    Gott nun, der Westerwelle, was der sagt, das ist halt nur eine Westerwelle.

  • 23.01.2012, 18:58 UhrSayTheTruth

    In der EU freut sich garantiert keiner ! Lügenpropaganda !

    Die Kosovaren werden schon bald bereuen, dem EU-Korsett beigetreten zu sein und alle Gesetze aus Brüssel kommen.

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