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Referendum: Kroatien wird EU-Land - mit wenig Begeisterung

Kroatiens Bürger haben Ja zum EU-Beitritt gesagt. Das Adrialand wird damit das 28. Mitglied der Europäischen Union. Doch das Interesse an der Abstimmung war erschreckend gering.

Rund zwei Drittel stimmten nach ersten Auszählungen der Stimmzettel dafür, dass Kroatien am 1. Juli 2013 das 28. Mitglied der Union wird. Quelle: dpa
Rund zwei Drittel stimmten nach ersten Auszählungen der Stimmzettel dafür, dass Kroatien am 1. Juli 2013 das 28. Mitglied der Union wird. Quelle: dpa

Zagreb/BrüsselKroatien hat seinem Beitritt zur Europäischen Union zugestimmt. Mehr als zwei Drittel befürworteten bei einem Referendum am Sonntag diesen Schritt, berichtete die staatliche Wahlkommission in Zagreb nach Auszählung fast aller Wahllokale. Das teilte die staatliche Wahlkommission nach dem Referendum am Sonntag in Zagreb mit.

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Rund zwei Drittel stimmten nach ersten Auszählungen der Stimmzettel dafür, dass ihr Land am 1. Juli 2013 das 28. Mitglied der Union wird. Die Ratifizierung des Beitrittsvertrages durch alle bisherigen EU-Staaten gilt als Formsache. Allerdings muss der Adriastaat bis zu diesem Zeitpunkt noch einige schmerzhafte Wirtschaftsreformen umsetzen. Dazu gehört die Sanierung der maroden Werftindustrie, in der tausende Beschäftigte arbeitslos werden dürften.

Die Europäische Union hat Kroatien zu seinem Votum für einen EU-Beitritt beglückwünscht. Das positive Referendum sei zugleich ein „klares Signal an die gesamte Region in Südosteuropa“, sagten Ratspräsident Herman Van Rompuy und EU-Kommissionspräsident Jose Manuel Barroso in einer gemeinsamen Erklärung, die am Sonntagabend in Brüssel verbreitet wurde. „Es zeigt, dass die EU-Mitgliedschaft mit politischem Mut und entschlossenen Reformen in Reichweite kommen kann“, heißt es. „Die heute positive Entscheidung ist daher eine gute Nachricht für Kroatien, für die Region und für Europa.“

Die Wahlbeteiligung erreichte mit nur 43,6 Prozent allerdings einen Tiefstand. Schon an der Parlamentswahl im Dezember hatten nur 56 Prozent der 4,5 Millionen Wahlberechtigten teilgenommen.

  • 24.02.2012, 22:19 UhrAnonymer Benutzer: DERRichter

    Sie machen es sich doch etwas zu einfach. Die Menschen verstehen durchaus, dass etwas falsch läuft. Nur: Wer in Deutschland Kritik am vorherrschenden Gedankengut in Politik, Wirtschaft und Publizistik äußert, hat nur Nachteile zu erwarten. Er gilt als Ewiggestriger,der eventuell sogar mit Nazi-Gedankengut sympathisiert, und sieht sich mit sozialer Ächtung und -im Extremfall- sogar einer Anklage auf der Grundlage des von den Mächtigen im Land unendlich dehnbaren Gummiparagraphen der Volksverhetzung konfrontiert. Da gehen viele Menschen trotz besserer Einsicht lieber in die innere Emmigration und erhalten sich und ihrer Familie auf diese Weise alle beruflichen und sozialen Perspektiven.

  • 24.02.2012, 21:58 UhrAnonymer Benutzer: DERRichter

    Kroatien wird schon wissen, wo die Vorteile des EU-Beitritts für das Land liegen. Schließlivch winken von nun
    an mächtig die jährlichen EU-Milliarden für den ja noch ach so Unterstützungs abhängigen Neuankömmling. Dem wenig sexy Euro braucht man ja noch nicht beitreten. Es geht erstmal nur um die EU-Mitgliedschaft.

  • 23.01.2012, 11:15 Uhrmargrit117888

    Ich verstehe nur die Gehrine der vielen Sozialisten in den europ. Ländern nicht.
    Jeder halbwegs normale Mensch sieht doch, dass Europa über kurz oder lang auseinander fällt, da trete ich doch nicht noch bei

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