Referendum über Neuwahlen erfolglos
Meciar gewinnt erste Runde bei Präsidentschaftswahlen in der Slowakei

Der frühere slowakische Ministerpräsident Meciar hat die erste Runde der Präsidentschaftswahlen gewonnen. Ein Referendum für vorgezogene Parlamentswahlen scheiterte.

HB BERLIN. Der frühere slowakische Ministerpräsident Vladimir Meciar ist in der ersten Runde der Präsidentschaftswahlen am Samstag mit 32,7 Prozent stärkster Kandidat geworden. In der Stichwahl tritt er gegen Ivan Gasparovic an, der 22,3 Prozent erhielt. Gasparovic gehörte einst wie Meciar der zentristischen Bewegung für eine Demokratische Slowakei (HZDS) an, bevor er eine eigene Partei gründete. Außenminister Eduard Kukan erhielt 22,1 Prozent. Amtsinhaber Rudolf Schuster erhielt als parteiloser Politiker nur 7,4 Prozent und wurde damit vierter der elf Kandidaten.

Meciar hatte das Land zwischen 1993 und 1998 regiert. Seine Gegner hatten ihm vorgeworfen, autoritär und korrupt zu sein. Reformen, die den Beitritt der Slowakei zu Nato und EU ermöglichten, wurden erst nach seiner Amtszeit eingeleitet.

Die Opposition scheiterte am Sonntag an zu geringer Beteiligung mit einem Referendum für Neuwahlen. Sie wirft der Regierung vor, die Reformpolitik sei sozial unausgewogen. Auch an der Präsidentenwahl beteiligten sich nur 47 Prozent der Wahlberechtigten.

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