Reform der Eurozone Merkel will „Jumbo-Rat“ aus Finanz- und Wirtschaftsministern

Die Kanzlerin will Frankreichs Präsident vorschlagen, die Rolle der Wirtschaftsminister in Brüssel zu stärken. Ihre Idee ist in Berlin aber nicht unumstritten.
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Die Kanzlerin will Frankreichs Präsidenten dafür gewinnen, die Eurogruppe, in der sich die Finanzminister treffen, um die Wirtschaftsminister zu erweitern. Quelle: dpa
Merkel, Macron

Die Kanzlerin will Frankreichs Präsidenten dafür gewinnen, die Eurogruppe, in der sich die Finanzminister treffen, um die Wirtschaftsminister zu erweitern.

(Foto: dpa)

Berlin, BrüsselBundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) will mit dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron bei einem Treffen am Donnerstag über ihre Vorhaben zur Stärkung der Eurozone sprechen. Ein Vorschlag von Merkel ziele darauf, die Rolle der Wirtschaftsminister in Brüssel zu stärken, erfuhr das Handelsblatt aus Regierungskreisen.

Die Eurogruppe, in der sich die Finanzminister treffen, solle um die Wirtschaftsminister erweitert werden. Ein solcher „Jumbo-Rat“ solle zwar nicht jeden Monat tagen, aber mehrmals im Jahr, hieß es.

Hinter dem Vorschlag steckt nach Handelsblatt-Informationen der Plan, nicht nur über neue Geldtöpfe wie ein Eurozonen-Budget zu sprechen, sondern vermehrt über eine Stärkung der Wirtschaft. Die Kanzlerin sehe die Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit als eine zentrale Aufgabe.

Zudem müsse es besser gelingen, dass die Wirtschaftskraft in den Euro-Staaten sich nicht zu unterschiedlich entwickle, hieß es. Hier sollen die Treffen der Finanz- und Wirtschaftsminister für Impulse sorgen.

Allerdings ist der Vorschlag in Berlin nicht unumstritten. Im Finanzministerium von Olaf Scholz (SPD) sieht man den „Jumbo-Rat“ nach Handelsblatt-Informationen kritisch. Die SPD hat sich das Ressort gerade erst gesichert, auch um stärker in der Europapolitik mitzumischen.

Dass jetzt über einen Jumbo-Rat diskutiert wird, wo Merkels Vertrauter Peter Altmaier (CDU) Wirtschaftsminister ist , das sorgt bei manchen Genossen für Argwohn.

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4 Kommentare zu "Reform der Eurozone: Merkel will „Jumbo-Rat“ aus Finanz- und Wirtschaftsministern"

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  • Die EU-Politiker sollten sich mal um die wirklichen Probleme kümmern, innere und äußere Sicherheit, Sicherung der Außengrenzen und gemeinsame Außen- und Verteidigungspolitik. Wenn wir da nicht bald eine Einigung erzielen, wird die EU in einigen Jahren international nur noch Mittelmaß sein. Was das bedeutet, können wir gerade im Nahen Osten erleben. Russland, USA, Iran, Saudi-Arabien und Türkei "produzieren" Flüchtlinge und wir nehmen sie auf und sollen jetzt für den Wiederaufbau zahlen. Das ist europäische Politik. Gute Nacht Europa.

  • „Jumbo-Rat“ Genial es geht weiter abwärts mit der EU-Mafia.

  • "Stärkung der Eurozone" ist gleichbedeutend mit "Deutschland bezahlt" und "Schwächung Deutschlands".

    Es ist einfach nur traurig mit anzusehen, was mit Deutschland passiert.

    Die Menschen, welche dieses Land aufbauten, haben teilweise weniger als Menschen aus anderen Kulturen und anderen Wertevorstellungen die auf unsere Kosten hier bei uns in "Vollpension mit Taschengeld" ohne dafür zu arbeiten leben und unseren Sozialstaat plündern.

    Die Menschen, welche dies alles erst ermöglichen leben teilweise in Armut, während Politiker und Beamte den in Jahrzehnten erarbeiteten Wohlstand in Europa und der ganzen Welt verteilen und sich dabei selbst die Taschen vollstopfen.

    Die ganz große Rechnung aus Pensionszunamie, Staatsverschuldung, Target-Salden, EZB/ESM-Bürgschaften, langfristige Flüchtlingskosten und vieles mehr bezahlen unsere Kinder und Enkel. Das interessiert natürlich die alte kinderlose Frau aus Berlin nicht.

    Traurig, was aus Deutschland wurde.

  • Vielleicht kann die CSU noch ein wenig das Ihrige dazutun damit der Groll in der SPD noch größer wird und diese Untergangskoalition schneller ihrem Ende zusteuert.

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