Reform des Finanzsystems
ASEM-Treffen stärkt Währungsfonds

Das Asien-Europa-Treffen in Peking gilt als eine Art Generalprobe für den G-20-Gipfel im November. Auf der Zusammenkunft europäischer und asiatischer Staatsoberhäupter zeichnete sich eine deutlich stärkere Kontrolle des internationalen Finanzsystems ab. Insbesondere die Rolle des IWF soll demnach erweitert werden.

HB PEKING. Bundeskanzlerin Angela Merkel dringt auf eine schnelle Reform des internationalen Finanzsystems. Die anstehenden Verhandlungen müssten zu einer „richtigen Finanzverfassung“ führen, forderte sie am Samstag zum Abschluss des Asien-Europa-Treffens in Peking. „Denn nur so können wir verhindern, dass sich eine solche Krise wiederholt.“

Die abstürzenden Börsenkurse zeigten, dass das Vertrauen in die Finanzmärkte noch nicht wiederhergestellt ist. Das werde auch erst geschehen, wenn die internationale Gemeinschaft Lehren aus der Krise ziehe. Beim so genannten ASEM-Treffen habe Einigkeit darüber bestanden, dass schnelles Handeln erforderlich sei.

Beim G-20-Gipfel in Washington am 15. November müsse für die Verhandlungen über die angestrebte neue Finanzverfassung ein erster Arbeitsplan aufgestellt werden, bekräftigte Merkel. Den Gipfel und das EU-Treffen am 7. November will sie zusammen mit dem französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy vorbereiten.

Das so genannte ASEM-Treffen in Peking galt als eine Art Generalprobe für den G-20-Gipfel. Die Hälfte der Teilnehmer war in Peking bereits vertreten. Zu den wichtigsten Ergebnissen ihrer Beratungen zählte ein Plädoyer für eine Stärkung des Internationalen Währungsfonds (IWF). Die Teilnehmer aus 43 Staaten sprachen sich in einer gemeinsamen Erklärung für „effektive und umfassende Reformen“ des Weltfinanzsystems und eine „entscheidende Rolle“ des IWF bei der Bewältigung der Krise aus.

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