Reform in Frankreich
Regierung Hollande will Rentenbeiträge erhöhen

Die französische Regierung will die Milliardenlücken im Rentensystem mit steigenden Rentenbeiträgen füllen. Präsident Hollande steht schwer unter Druck: Die Arbeitslosigkeit erreicht ein neues Rekordhoch.
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ParisDurch längere Beitragszeiten und höhere Rentenbeiträge will die französische Regierung das Milliardendefizit in der Rentenkasse stopfen. Regierungschef Jean-Marc Ayrault stellte am Dienstagabend in Paris die Eckpunkte der Rentenreform der Sozialisten vor. Die Reform sei „gerecht“, „ausgeglichen“ und „verantwortlich“ gestaltet, sagte er. Das im europäischen Vergleich niedrige Renteneintrittsalter von 62 Jahren bleibt den Franzosen demnach erhalten.

Ayrault hatte am Montag und Dienstag noch einmal mit Gewerkschaften und Arbeitgebern die Rentenreform abgestimmt, die am 18. September im Kabinett verabschiedet werden soll. Die Reform ist nötig, weil das Defizit in der Rentenkasse im Jahr 2020 ansonsten 20 Milliarden Euro erreichen würde.

Im Einzelnen sieht die Reform vor, dass die Rentenbeiträge, die von Arbeitgebern und Arbeitnehmern gezahlt werden müssen, im nächsten Jahr um 0,15 Punkte steigen. Bis 2017 sollen sie um insgesamt 0,3 Punkte steigen.

Außerdem sollen die Beitragszeiten, die zum Erhalt einer vollen Rente ohne Abschläge nötig sind, von derzeit 41,5 Jahren schrittweise auf 43 Jahre im Jahr 2035 steigen. Der Premierminister hob hervor, dass es „keine andere Lösung“ gegeben habe, denn sonst hätten die Abgaben übermäßig steigen oder die Renten gekürzt werden müssen.

Dafür verzichtet die Regierung auf eine Anhebung der Sozialsteuer, die ebenfalls in der Diskussion war und die von Arbeitnehmern, Arbeitslosen, Rentnern, aber auch von Kapitaleignern bezahlt werden muss. Gegen eine höhere Sozialsteuer hatten sich insbesondere die Gewerkschaften gesträubt. Die Arbeitgeber, die eigentlich keine höheren Rentenbeiträge wollten, erhielten im Gegenzug die Zusage, dass über ihre Entlastung bei anderen Sozialbeiträgen, möglicherweise bei den Familienleistungen, verhandelt wird. Regierungschef Ayrault sagte, eine solche Reform solle „ab jetzt“ in Angriff genommen werden, damit „es keinen Anstieg der Arbeitskosten im nächsten Jahr gibt“.

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  • Seltsam, wo die Franzosen doch soviel investieren (woher kommen denn die Investitionsmittel?) sieht es aber trotzdem für sie schlecht aus (Industrie/Exporte schrumpfen, mehr Arbeitslose).

  • Dumme AfD-Propaganda. Nach dem Haircut (70%, ueber 100 Milliarden EUR) ist die oeffentliche Hand mit ca. 70% der groesste Besitzer griechischer Staatsanleihen. Die franz. Banken hatten nur deshalb groessere Bestaende (hatten , nicht haben) in den Buechern, weil sie Toechter in GR hatten. Crèdit Agricole hat ihre griechische Tochter Emporiki mittlerweile verkauft, ebenso die Société Générale ihre griechische Tochter Geniki Bank. Also, dummes Geschwafel...

  • @ Rechner

    In Frankreich weiß man natürlich auch dass der Nachwuchs überproportional im Klientel der afrikanischen Einwanderer erzielt wird und dass das kinderreichste Land Europas (Albanien) nicht unbedingt als Vorbild zur These "Viele Kinder gleich wirtschaftlicher Erfolg" taugt.

    Vermutlich wird ein deutscher Ingenieur mehr Wohlstand im schrumpfenden D schaffen als 2 eingebürgerte und arbeitslose Banlieue-Bewohner im bevölkerungsstabilem F.

    Das war die Arbeitshypothese vor 20 Jahren und nun darf man in Paris aber auch in NRW langsam Bilanz aus den gewonnenen Erkenntnissen der bisherigen Einwanderungspolitik ziehen.

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