Reformen angekündigt
Bush greift in Hypothekenkrise ein

George W. Bush reagiert. Nach zunehmender Kritik am Verhalten der Regierung während der Subprime-Krise will der US-Präsident nun eine Reihe von Reformen zur Überwindung der Turbulenzen einleiten. Auch in Deutschland werden die Rufe nach neuen Regeln lauter. Kanzlerin Merkel hat die Rating-Agenturen im Visier.

HB WASHINGTON/BERLIN. Präsident Bush will seine Pläne um 17.10 Uhr MESZ vor dem Weißen Haus ankündigen. Sie sollen Kredithilfen für Hausbesitzer mit Zahlungsschwierigkeiten, Steuererleichterungen und strengere Bedingungen für die Kreditvergabe umfassen. "Bush will über die Reformen diskutieren, damit sich solche Probleme in der Zukunft nicht wiederholen", sagte ein ranghoher Mitarbeiter des Präsidialamtes.

Viele Analysten hatten zuvor gewarnt, dass die Hypothekenkrise die US-Wirtschaft in eine Rezession stürzen könnte. Auch der frühere Chefvolkswirt der Weltbank, Joseph Stiglitz, hatte gestern erklärt, er halte einen längeren Wirtschaftsabschwung in den USA für möglich. Er giff auch die US-Regierung scharf an. Die Kreditkrise sei ein "absolut vorhersagbares Desaster" gewesen und gehe auf die Wirtschaftspolitik von US-Präsident Bush zurück, sagte Stiglitz. Die Steuersenkung für die reichen Bürger und die sinkenden Zinssätze hätten die Menschen dazu verführt, Kredite über ihrer Leistungsfähigkeit aufzunehmen. Die USA lebten über ihre Verhältnisse.

Die US-Regierung hält dem entgegen, dass die Wirtschaft intakt und das weltweite Wachstum robust sei. Volkswirte befürchten aber, dass wegen der Hypothekenkrise viele Bürger ihr Geld stärker zusammenhalten und ihre Konsumausgaben einschränken könnten, was dem Wachstum in den USA einen deutlichen Dämpfer verpassen könnte.

Hintergrund der Krise war die Vergabe von kaum gesicherten Immobilienkrediten an Hauskäufer, die sich solche Kredite eigentlich nicht leisten konnten. Steigende Zinsbelastungen und sinkende Immobilienwerte haben dazu geführt, dass viele Kredite nicht mehr zurückgezahlt werden konnten.

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