Reformen
China lockert seine Ein-Kind-Politik

Die Arbeitslager werden seit langem kritisiert. Hier bestraft die kommunistische Partei ihre Kritiker. Nun sollen die Lager abgeschafft werden. Zugleich wird die Ein-Kind-Politik gelockert.
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PekingChina lockert seine jahrzehntealte Ein-Kind-Politik. Künftig dürfen Paare, bei denen ein Partner Einzelkind ist, zwei Kinder bekommen, wie aus einem Dokument der Kommunistischen Partei hervorgeht, über das die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua am Freitag berichtete. Allerdings gab es bereits Ausnahmen.
So dürfen beispielsweise Paare, die beide Einzelkinder sind, seit längerem zwei Kinder bekommen. Familien auf dem Land dürfen ebenfalls zwei Kinder bekommen, wenn ihr erstgeborenes ein Mädchen ist. Mit der Ein-Kind-Politik will China das Bevölkerungswachstum unter Kontrolle bringen.

Darüber hinaus sollen den Angaben zufolge die viel kritisierten Arbeitslager abgeschafft werden. Sie waren eingerichtet worden, um Kritiker der kommunistischen Partei zu bestrafen. Neben Kriminellen werden hier Medienberichten zufolge auch Mitglieder der Bewegung Falun Gong festgehalten. Die Sicherheitsbehörden können die Menschen in den Lagern den Angaben zufolge bis zu vier Jahre ohne Gerichtsverfahren festhalten.

Agentur
ap 
Associated Press / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Reformen: China lockert seine Ein-Kind-Politik"

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  • @RalphFischer
    Wachstum und Wohlstand ist der beste Weg um die Bevölkerung dieser Welt zu ernähren.
    Das Ein-Kind-Politikverbot ist nur etwas für menschenverachtende Diktatoren!

  • Die Ein-Kind Politik ist eigentlich weltweit erstrebenswert, denn die wachsende Überbevölkerung ist es, die alle Ansätze gegen den Klimawandel wertlos macht.


  • Es bedarf auch keiner Ein-Kind-Politik mehr in China. Der technische Fortschritt und der wirtschaftliche Wohlstand hat nämlich Einfluss auf eine Gesellschaft. Mehr Wohlstand und mehr Wirtschaftswachstum für eine Gesellschaft, desto weniger Kinder. Eine landwirtschaftliche und technik-wirtschaftlich arme geprägte Gesellschaft benötigt mehr Kinder (menschliche Arbeitskraft).

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