Reformen wirken
Troika gibt Griechenland mehr Leine

IWF, EZB und EU sehen Fortschritte beim Sparen – und wollen bei der Überprüfung der Reformen nicht mehr ganz so penibel sein. Damit sind die Bedingungen für einen weiteren Hilfskredit erfüllt.
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AthenDie internationalen Geldgeber lassen Griechenland eine längere Leine. Die Troika werde die Umsetzung der Reformen nun nicht mehr quartalsweise überprüfen, kündigte Griechenlands Ministerpräsident Antonis Samaras am Montag an. Anstatt im Juni kämen die Vertreter der Europäischen Union, des Internationalen Währungsfonds (IWF) und der Europäischen Zentralbank (EZB) erst im Oktober wieder. Zuvor habe die Troika dem Land gute Fortschritte bei der Bewältigung der Sparauflagen bescheinigt.

Die Europäische Kommission teilte mit, dass Griechenland seine Ziele fürs laufende und kommende Jahr erreichen wird. Um die ehrgeizigeren Vorgaben für 2015 und 2016 erfüllen zu können, seien aber weitere Einsparungen nötig. Der öffentliche Sektor müsse reformiert und der Privatisierungskurs verschärft werden. Eine Rückkehr des Landes an den Kapitalmarkt werde erst in einigen Jahren möglich sein, hieß es in dem Berichtsentwurf der internationalen Geldgeber. Samaras will es trotzdem früher versuchen und kündigte an, sich in der ersten Jahreshälfte 2014 wieder eigenständig am Markt frisches Geld besorgen zu wollen. Dies ist noch eher, als es Finanzminister Jannis Stournaras jüngst in Aussicht gestellt hatte. Da war von Ende 2014 die Rede gewesen.

Die Bedingungen für einen weiteren Hilfskredit hat Griechenland jedenfalls erfüllt. Die Eurogruppe habe zugestimmt, das nächste Kreditpaket von insgesamt 7,5 Milliarden Euro bis Juni auszuzahlen, erklärte Eurogruppen-Chef Jeroen Dijsselbloem am Montag nach der Sitzung der Eurogruppe in Brüssel. Die Troika von EU-Kommission, Europäischer Zentralbank und Internationalem Währungsfonds hatte dem Land bescheinigt, die geforderten Spar- und Reformziele dafür umgesetzt zu haben. „Griechenland gewinnt klar an Wettbewerbsfähigkeit, baut das Haushaltsdefizit ab, die Leistungsbilanz hat sich verbessert und der Bankensektor stabilisiert“, sagte Dijsselbloem.

Das Mittelmeerland musste als erster Euro-Staat mit Krediten der anderen Euro-Länder und des IWF im Umfang von Hunderten Milliarden vor der Pleite gerettet werden. Im vergangenen Jahr stand der Verbleib des Landes in der Euro-Zone auf der Kippe, weil die führenden Parteien die im Gegenzug verlangten Reformen ablehnten. Inzwischen hat die Regierung in Athen aber ihren Kurs geändert. Insgesamt hat Griechenland seit dem ersten Rettungsprogramm 2010 bislang 200 Milliarden Euro der insgesamt gut 240 Milliarden Euro an zugesagten Hilfen bekommen. Die Gelder werden in einzelnen Tranchen ausgezahlt und das Land muss im Gegenzug Reformen umsetzen.

Agentur
Reuters 
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dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Nicht mehr nachvollziehbar: erst massiv über die Verhältnisse leben, sich massiv verschulden und nachweislich mit bewußt falschen Angaben die Gläubiger betrügen. Danach diejenigen, die man betrogen hat als unsozial beschimpfen. So funktioniert also das Verständnis von Solidarität. Die Damen und Herren Politiker, die das zugelassen haben und weiterhin zulassen werden müssen alternativlos abgewählt werden, da sie großen Schaden für Ihre Bevölkerung angerichtet haben und das auch weiterhin tun werden. Zum Glück gibt es bei der nächsten Wahl eine Alternative für Deutschland.

  • Nichts steht darüber. Wir sind alle nur noch eine Nummer die noch weniger Wert ist als das Kapital an sich. Anstatt uns das Kapital zu Nutze zu machen werden wir von wenigen für das Kapital ausgenutzt. Geld und Ethik passen nicht zusammen. Dein Tod mein Leben. Und jeder, der noch keine Probleme finanzieller Art hat und sich wie ein König freut wird sich sehr bald umschauen müssen....wir sind eigentlich alles in allem sehr arme Menschen obwohl viele immer noch sehr viel Geld haben.

  • "Shit" ist die absurde Idee man könnte Griechenland durch Spardiktate (->Diktatur..) zu einer leistungsfähigen Wirtschaft verhelfen.

    Griechenland wird versklavt und das ist schon die ganze Wahrheit.

    Heute die Griechen - morgen sind wir dran.

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