Reformfortschritte
Zyperns Geldgeber sind zufrieden

Zypern macht mit seinen Wirtschaftsreformen Fortschritte. Die Geldgeber-Troika aus EU-Kommission, EZB und IWF ist zufrieden. Doch Wirtschaftssanktionen gegen Russland könnten den Aufschwung Zyperns gefährden.
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NikosiaDas Euro-Land Zypern hat nach Auskunft der Regierung für seine Krisenbewältigung gute Noten der internationalen Geldgeber bekommen. Diese hätten ihre bislang vierte Überprüfung des zyprischen Reformprogramms abgeschlossen, sagte Finanzminister Haris Georgiades am Samstag vor Journalisten. „In allen Bereichen der Wirtschaft wurden Fortschritte festgestellt.“ Die Geldgeber-Troika aus EU-Kommission, Europäischer Zentralbank (EZB) und Internationalem Währungsfonds (IWF) gehe für 2014 von einer weniger starken Rezession aus. Die Wirtschaftsleistung dürfte demnach nur um 4,2 Prozent schrumpfen statt der bislang vorausgesagten 4,8 Prozent.

Vor einem Jahr hatten die internationalen Partner dem vom Staatsbankrott bedrohten Land zehn Milliarden Euro an Unterstützung zugesprochen. Im Gegenzug verpflichtete sich Zypern zu einer tiefgreifenden Sanierung des überdimensionierten Bankensektors.

Präsident Nikos Anastasiadis warnte jüngst, Wirtschaftssanktionen gegen Russland im Zuge der Ukraine-Krise könnten das Rettungsprogramm für sein Land gefährden. Russische Unternehmen haben aus Steuergründen Milliardensummen nach Zypern transferiert. Zudem hat Russland Zypern hohe Kredite gegeben.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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